AA

Räuber führt Archäologen zu neuem Fundort im Irak

Ein Grabräuber im Irak wollte sich eigentlich selbst bereichern, doch dann stieß er in der Erde auf so wertvolle Fundstücke, dass ihn die Reue packte.

Anstatt die Tongefäße, Krüge und Steinwerkzeuge auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, brachte er sie zur Altertümerbehörde der 375 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt Nassirija. Der Direktor der Behörde, Amir Abdul Rasak, sagte am Dienstag, der Mann habe insgesamt 13 Fundstücke abgegeben. Diese stammten von einem Ort, der von den Archäologen der Region bisher noch nicht untersucht worden sei. Die Fundstücke stammten unter anderem aus der Zeit der Parther und der Sassaniden.

Ausländische Archäologen, die vor dem Krieg von 2003 im Irak gearbeitet hatten, beklagen seit Jahren die mangelnde Kontrolle an den archäologischen Stätten des Zweistromlandes. Im Irakischen Nationalmuseum in Bagdad werden inzwischen auch Fundstücke ausgestellt, die aus sogenannten Raubgrabungen stammen.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Räuber führt Archäologen zu neuem Fundort im Irak
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen