Routinierte Admira nützt Vienna-Fehler eiskalt - 0:4!

Akagündüz jubelt über das 2:0 auf der Hohen Warte
Akagündüz jubelt über das 2:0 auf der Hohen Warte ©vienna.at
Ein Tripleschlag in einer starken zweiten Hälfte brachte der routiniert agierenden Admira einen letztlich klaren 4:0-Auswärtssieg bei der Vienna. Die Niederösterreicher bestraften die Unachtsamkeiten in der blaugelben Defensive eiskalt.
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Beide Trainer verzichteten auf Aufstellungsexperimente und schickten im Wesentlichen die gleichen Formationen wie bei ihren jeweiligen Siegen in der Runde zuvor aufs Feld. Und beide Teams begannen die Partie mit offenem Visier, die Admiraner mit der etwas feineren Klinge, die Vienna entschlossener. Nach fünf Minuten musste sich erstmals Admira-Goalie Thomas Mandl bei einem Schoppitsch-Versuch auszeichnen, kurz darauf scheiterte Akagündüz nach einem Solo an zu ungenauem Abschluss. Zwanzig Minuten waren gespielt, als Vienna-Goalie Reiter die Seinen gleich zwei Mal vor einem Rückstand bewahrte: Erst holte er einen Schuss von Daniel Toth, der zuvor Dvoracek vernascht hatte, aus dem kurzen Eck – dann entschärfte er einen Freistoß von Admira-Spielmacher Vladimir Janocko.

Nächste Aktion, gleiche Hauptdarsteller: Reiter parierte einen schön getretenen 25-Meter-Freistoß von Janocko (35.). Auf der anderen Seite vergab die größte Gelegenheit für die Blau-Gelben ein Roter, als Gernot Plassnegger eine versuchte Rückgabe nur knapp neben Mandls Gehäuse köpfelte. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff kam nach einer direkten Kombination über Rene Schicker der aktive Akagündüz am Sechzehner frei zum Schuss, drosch den Ball jedoch etwas überhastet über das Tor.

Die Vienna begann die zweite Hälfte defensiv unkonzentriert und schläfrig – als sie wieder erwachte, stand es bereits 0:3! In nur neun Minuten machten die Admiraner mit drei Treffern alles klar.

Nach einem ersten Warnschuss von Akagündüz fiel nach einem vor das Tor gezogenen Freistoß von Schicker der Führungstreffer für die Gäste. Der Ball ging an Freund und Feind vorbei, der irritierte Reiter ließ das Leder passieren – 0:1 (51.).

Nur vier Minuten später legten die Niederösterreicher nach: Akagündüz nutzte die Konfusion in der Hintermannschaft der Heimischen (Ilic) und setzte mit dem 0:2 ein Rufzeichen hinter seine Leistung. Die Vienna hatte sich von den beiden Gegentoren noch nicht erfangen, da machten die Admiraner alles klar: Ein Freistoß von Schicker wurde von der Abwehr geblockt, Dospel reagierte am schnellsten und verwertete aus kurzer Distanz – 0:3!

Ein Tripleschlag, von dem sich die Hausherren nicht mehr erholen sollten. Die Döblinger konnten nicht mehr zusetzen, die Niederösterreicher spielten die Partie trocken heim, hatten gar noch Möglichkeiten auf weitere Treffer. In der 84. Minute legten die Admiraner dann auch noch ein Tor drauf. Eine Kombination der beiden Joker Marcus Hanikel und Marco Sahanek schloss Letztgenannter zum 0:4-Endstand ab.

Damit ist das Team von Trainer Walter Schachner weiter auf Erfolgskurs, feierte den dritten Sieg in Serie. Die Vienna musste nach zuletzt zwei Erfolgen wieder einen herben Dämpfer einstecken.

Peter Stöger (Vienna-Trainer): “Das war eine bittere Niederlage. Es hört sich komisch an, aber eigentlich war das Spiel von unserer Seite her nicht schlecht. Taktisch und läuferisch gab es nicht viel auszusetzen. Aber natürlich darf man sich gegen eine Klassemannschaft wie die Admira, die um die Meisterschaft spielt, keine groben Schnitzer und Leichtsinnsfehler erlauben, denn die werden sofort bestraft. Wir müssen das Spiel schnell abhaken, die Spieler müssen im Kopf wieder frei werden und dürfen das nächste Mal keine Angst haben, wieder Fehler zu machen. “

Walter Schachner (Admira-Trainer): “Das war ein schweres Spiel, die Vienna ist der beste Aufsteiger. Unsere Tore fallen immer relativ spät, aber die Mannschaft kommt immer erst nach dem 1:0 oder 2:0 richtig ins Spiel und traut sich mehr zu. Wir spielen immer mit dem Druck, dass wir Titelfavorit sind. Aber – wie man jetzt bei Real Madrid sehen kann – ist ein hohes Budget nicht immer ein Garant für guten Fußball.” 

Adeg Erste Liga (14. Runde): 
First Vienna FC  – Trenkwalder Admira 0:4 (0:0)
Hohe Warte, 1.800 Zuschauer, SR Kollegger

Torfolge: 0:1 (51., Schicker), 0:2 (55., Akagündüz), 0:3 (60., Dospel), 0:4 Sahanek (84.)

Vienna: Reiter – Dvoracek, Ilic, Fellner, Frenzl – Strohmayer, Dorta, Niefergall (85. Hiba), Schoppitsch (45. Rühmkorf) – Krajic, Bozkurt (60. Sütcü)
Admira: Mandl – Plassnegger, Dibon, Horvath, Pusic – R. Schicker, Toth, Janocko (75. Hanikel), Dospel – Akagündüz (70. Mattes), Friesenbichler (80. Sahanek)

Gelbe Karten: Fellner, Sütcü bzw. Pusic, Janocko, Dospel
Die Besten: Reiter bzw. Akagündüz, Schicker, Toth

 

Tabelle den Freitagspielen:
  1. SCR Altach                14  9  2  3  28 : 14  29
  2. Austria Lustenau          13  9  1  3  19 : 13  28
  3. FC Wacker Innsbruck       13  8  2  3  31 : 10  26
  4. FC Admira                 14  8  2  4  27 :  8  26
  5. FC Gratkorn               14  6  4  4  27 : 20  22
  6. SKN St. Pölten            14  6  4  4  18 : 19  22
  7. Red Bull Juniors Salzburg 14  4  4  6  30 : 27  16
  8. FC Lustenau               14  4  3  7  15 : 19  15
  9. Vienna                    14  4  2  8  21 : 27  14
 10. TSV Hartberg              14  4  2  8   9 : 33  14
 11. Austria Amateure          14  3  3  8  13 : 23  12
 12. FC Dornbirn               14  2  3  9  10 : 35   9
 
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