Rot-Grün: Ruhig, aber konstruktiv

Das von vielen befürchtete Chaos ist ausgeblieben. Die Stadtregierung arbeitet, von Dauerstreit wie in der Bundesregierung ist in Wien keine Spur. Wir ziehen eine erste Bilanz über ein halbes Jahr Rot-Grün.
Häupl: "Ich bleibe Bürgermeister"
Rot-Grün beschlossen

Auffällig ist sicherlich die große Liebe der Grünen zum Fahrradfahren: Sie planen Radstraßen ohne Autos, wollen einen eigenen Bike-Beauftragten der Stadt und lächeln stets mit einem dieser besonders ökologischen Gefährte aus bunten Tagespostillen und Wochenmagazinen. Der befürchtete Generalangriff auf Wiens Autofahrer ist bisher aber ausgeblieben.

Konstruktive Arbeit statt Basis-Chaos

Derzeit ist Wien an vielen Orten eine Baustelle: Bei der Tangenten-Sanierung, beim U1- und U2-Ausbau oder am neuen Hauptbahnhof wird gehämmert, gebaggert und abgesperrt. Die politischen Baustellen des ersten Halbjahres hat die rot-grüne Stadtregierung ganz gut bewältigt: Die Spitalsreform ist auf dem Weg, das Angebot an Ganztagsschulen wächst Stück um Stück, es wird investiert und die Beschäftigung steigt stetig an. Natürlich sei die Krise noch lange nicht bewältigt, betonen Bürgermeister Häupl (siehe Interview rechts) und Finanzstadträtin Renate Brauner (siehe Seite 11). Das in letzter Zeit – vom Kleinformat – heftig diskutierte Budget der Stadt ist selbst nach der Krise in einem vergleichsweise guten Zustand. Es war ein erstes halbes Jahr ohne große „Aufreger“. Stattdessen gewinnt man den Eindruck, dass im Rathaus zwei Parteien konstruktiv arbeiten.

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