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Rom: Italienerinnen von Saddam-Vertrauten entführt

Die beiden italienischen Helferinnen Simona Torretta und Simona Pari, die am Dienstag in Bagdad entführt wurden, könnten von Spezialeinheiten des entmachteten irakischen Präsidenten Saddam Hussein gekidnappt worden sein.

Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Donnerstag-Ausgabe) wurden die Italienerinnen von gut trainierten, gebildeten und gut gekleideten Männern entführt, die keinen Dialekt, sondern einwandfreies Arabisch sprachen.

„Die Kidnapper waren Iraker aus der guten Gesellschaft, die das NGO-Büro, in dem die beiden Italienerinnen arbeiteten, gut kannten“, wurden irakische Zeugen zitiert. „Corriere“ berichtete, dass Saddams Geheimdienst Mukhabarat wegen einer auf Entführungen spezialisierten Einheit, die Oppositionsmitglieder verschwinden ließ, bekannt war. Laut der Mailänder Tageszeitung könnten sich Mitglieder dieser Spezialeinheiten in den Dienst von Fundamentalisten gestellt haben, die vor allem im Raum von Falluja aktiv sind.

Fabio Alberti, Präsident der NGO „Eine Brücke für…“ (Un ponte per …), für die Torretta und Pari arbeiteten, berichtete, dass die Entführer in das Büro der Organisation in Bagdad eingedrungen seien und den Anwesenden befohlen hätten, ihre Namen zu sagen. Danach hätten sie Torretta und Pari verschleppt. Er dementierte, dass die Kidnapper Bilder der beiden Frauen bei sich hatten.

Der italienische Verteidigungsminister Antonio Martino sagte am Donnerstag, dass Italien alle diplomatischen Hebel zur Befreiung der beiden Helferinnen in Bewegung gesetzt habe. Am Freitag trifft der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi in Rom mit dem irakischen Präsidenten Ghazi al-Yawar zusammen. Bei dem Treffen werde auch die Entführung der beiden Italienerinnen im Mittelpunkt stehen.
In der Hoffnung, mit Hilfe der irakischen Nachbarstaaten Kontakt zu den Terroristen knüpfen zu können, hat Außenminister Franco Frattini am Donnerstag Verbindung zu seinen Amtskollegen in Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen.
Auch zahlreiche islamische Geistliche im Irak haben die Entführung verurteilt. Sie seien sich bewusst, dass die beiden gekidnappten Italienerinnen im Irak waren, um dem Volk zu helfen.

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