Roboter als Lebensretter: Einsatzübung an TU Graz

Ein Bergeroboter bei der Arbeit.
Ein Bergeroboter bei der Arbeit. ©APA/TU GRAZ/LUNGHAMMER
Robotik kann helfen, wo es für den Menschen als Retter zu gefährlich wird: Bei der Suche nach Verletzten bei Feuersbrünsten, beim Aufspüren von gefährlichen Stoffen oder auch Entschärfen von Sprengsätzen.
Autonomer Mini-Helikopter für Katastropheneinsätze

Was Such- und Rettungsroboter heute schon leisten können wird morgen, Donnerstag, bei einer öffentlichen Einsatzübung am Gelände der Technischen Universität Graz im Rahmen des “Austrian Robotics Workshop” gezeigt. Wenn sich am Donnerstagnachmittag am Campus Inffeldgasse der TU Graz Rauchschwaden breitmachen und die Grazer Feuerwehr ausrückt, gibt es keinen Grund zur Panik, versichert Gerald Steinbauer vom Institut für Softwareentwicklung der TU Graz.

Ganz im Gegenteil: Rettungsroboter werden im Einsatz sein und ihr Können im Falle eines drohenden Chemiebomben-Anschlags demonstrieren. Das Grazer Katastrophenszenario geht davon aus, dass sich im Inneren eines abgestellten Autos eine Chemie-Bombe befindet, die zu explodieren droht. Daraufhin wird von der Feuerwehr der Bergeroboter “Telemax” des Innenministeriums zur Hilfe gerufen. “Der Roboter birgt die Gefahrenquelle aus dem Auto, bringt sie aus der Gefahrenzone und verschließt sie in einem detonationssicheren Gefäß”, schildert Steinbauer die Aufgabe des kleine Helfers.

“Austrian Robotics Workshops”

Die Übung ist das öffentliche Highlight des Grazer “Austrian Robotics Workshops” vom 3. bis 4. Mai an der TU Graz. Sie soll nicht nur die Fähigkeiten des Roboters demonstrieren, sondern auch das Zusammenspiel von Einsatzkräften und Behörden im Ernstfall verbessern. Das jährlich veranstaltete Expertentreffen bietet eine Plattform für den Ideenaustausch zwischen Praktikern, Anwendern, Forschern und Studierenden aus Österreich und seinen Nachbarländern im Bereich Robotik und Automation. Die Robotik am Institut für Softwareentwicklung ist Teil des TU-Forschungsschwerpunktes “Information, Communication & Computing”, in dem die Forschung aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnik und Mathematik gebündelt wird.

Zum weiteren Programm des zweitägigen Workshops, das in Kooperation mit der Universität Maribor veranstaltet wird, zählen ein Vortrag zum Thema Intelligent Autonomous Systems, gehalten von Michael Beetz von der TU München, eine Podiumsdiskussion zum Thema Robotic-Forschung und Industrie sowie eine Ausstellung im Foyer des TU-Gebäudes in der Inffeldgasse 18.

(APA)

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