Ritterliche (Budget-)Probleme

Knights erwartet schwierige Aufgabe
Knights erwartet schwierige Aufgabe ©sportreport.at
Vor dem wichtigsten Spiel der Saison plagen die Vienna Knights Probleme. Keine rein sportlichen! Mit dem zweiten Team des amtierenden Europapokalsiegers Swarco Raiders wartet nicht nur sportlich eine schwere Aufgabe. Denn mit der langen Auswärtsfahrt nach Tirol beginnen die ritterlichen Probleme.

Sportliches „Problem“: Attraktives „sexy“ Team
Rein sportlich betrachtet haben die Vienna Knights eine Mammutaufgabe vor sich. Im Spiel gegen die heuer noch ungeschlagenen Raiders II müssen die Wiener wohl ihre beste Saisonleistung abliefern um ins Finale einziehen zu können. Auch Knights-Headcoach Hany Razi zeigt Respekt vor den bisher gezeigten Leistungen der Tiroler: „Rein sportlich betrachtet spielen wir gegen ein tolles Footballteam. Ihren Spielstil, besonders im Angriff, würde ich sogar als ziemlich ‚sexy’ bezeichnen. Die Raiders II sind ein gut gecoachtes und technisch sehr sauberes Team. Das könnte also durchaus ein Hammerspiel werden“, meint der Oberritter. Eine Meinung welche einige Experten im Land teilen. Auf dem Spielfeld scheinen die Vorzeichen für ein Spektakel außerordentlich gut zu stehen.

Administratives „Problem“: Gelöst
Ein Amateursportverein wie die Vienna Knights lebt von seinen ehrenamtlichen Helfern. Ein kurzer Satz der die Lage der Knights ziemlich genau charakterisiert. Genau diese Helfer haben innerhalb von kürzester Zeit die komplette Auswärtsfahrt organisiert. „Meine helfenden Hände im Hintergrund haben wie immer großartiges geleistet. Innerhalb von kürzester Zeit ist es gelungen die Reise auf die Beine zu stellen. Das war nicht ganz so einfach. Denn im Vergleich zu einer Fußballmannschaft reisen hier mehr als 18 Spieler durch halb Österreich. Zumindest auf dem Papier haben wir unsere Aufgaben im administrativen Bereich sehr professionell gelöst. Ich bin sehr stolz auf das Team im Background und auch froh, solche Leute zu haben“, meint Razi.

Finanzielles Problem: Ungelöst!
Neben einem sportlich schwierigen (aber attraktiven) Gegner plagt die Vienna Knights vor dem Semifinalschlager der Division II noch ein weiteres großes Problem. Ein finanzielles! „Wir sind noch ein sehr junges Team. Uns trifft die derzeitige Wirtschaftskrise besonders hart. Wir stehen zwar mit einigen Firmen in sehr konstruktivem Kontakt, können aber noch keine Abschlüsse vermelden. Daher trifft uns das kommende Auswärtsspiel in Tirol doppelt hart. Wir haben ein knapp bemessenes Budget, wo wir nicht so einfach ein paar tausend Euro für einen langen Auswärtstrip auf den Tisch legen können. Wir müssen, sollten wir dieses Spiel komplett aus der eigenen Kasse finanzieren müssen, an anderen Stellen das Budget kürzen. Hoffentlich findet sich bis zum Spiel noch ein Sondersponsor oder ein Gönner der uns hilft. Damit wären uns einige Sorgen abgenommen“, so der Knights-Headcoach/Präsident Razi im Gespräch mit Vienna Online.

Lösungsansätze gesucht und vielleicht auch gefunden!
Eine alte Weisheit aus der Wirtschaft besagt, dass Probleme auch mit Kreativität gelöst werden könnten. Hier haben die Vienna Knights durchaus „interessante kreative Vorschläge“ – in die Karten wollen sich die Ritter jedoch nicht blicken lassen. „Wir stehen für praktisch fast jede Form der Zusammenarbeit zur Verfügung. Wir haben hier einige recht interessante Punkte die wir potentiellen Partnern anbieten könnten. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel verraten“, gibt sich Razi bedeckt. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte es für eine Firma interessant sein, mit einem kleinen (aber feinen) Footballteam zusammenzuarbeiten.

Links:
www.knights.at

Thomas Muck
In Kooperation mit
sportreport.at

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