Risikoverhalten beim Sex steigt

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Eine bedenkliche Entwicklung zeichnet sich im Sexualverhalten der Österreicher ab: Immer weniger machen sich ernsthafte Gedanken über die Verhütung - Bei Umfrage gaben 17 Prozent an, nicht zu verhüten.

Kein Wunder, dass Aids und Geschlechtskrankheiten am Vormarsch sind. „Im vergangenen Jahr haben sich in Österreich 423 Menschen mit dem HI-Virus neu infiziert, also ein bis zwei pro Tag“, rechnet Dr. Brigitte Schmied, Präsidentin der Österreichischen Aids-Gesellschaft, vor.

Wien: 150 Prozent mehr Tripper

„Allein in Wien wurden im Jahr 2002 um 150 Prozent mehr Fälle von Tripper festgestellt als im Jahr davor. Und das deutsche Robert-Koch- Institut berichtete erst kürzlich, dass die Zahl der Syphilis-Fälle in Deutschland zwischen 2002 und 2003 erneut um 20 Prozent an gestiegen ist“, sagte die Medizinerin in einer Aussendung. Aufklärung und Information über die richtigen Schutzmaßnahmen müssen demnach wieder präsenter werden.

“Klassiker” am beliebtesten

In Sachen Verhütung haben in Österreich nach wie vor die „Klassiker“ die Nase weit voran: Die Pille und das Kondom sind noch immer am beliebtesten. In der aktuellen Befragung gaben mehr als 60 Prozent an, diese beiden Verhütungsmittel zu verwenden. Umfragesieger ist mit einem Anteil von über 34 Prozent die Pille.

Aber auch andere hormonelle Verhütungsmethoden (wie Hormonspirale, Nuvaring, Verhütungspflaster, Implanon) sind langsam am Steigen:
Immerhin zwölf Prozent der Befragten bestätigten bereits die Nutzung von entsprechenden Produkten. Klassische Naturmethode (Temperatur- und Kalendermethode, Verwendung von Verhütungscomputern) werden von zehn Prozent genutzt.

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