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Ringen um Wiener Radiofrequenz

Die mit Spannung erwartete Entscheidung darüber, wer den Zuschlag für die begehrte Wiener Privatradiolizenz für die Frequenz 98,3 Mhz erhält, verzögert sich aufs Neue.

Ursprünglich hatte Behördenleiter Michael Ogris den Entscheid für August und unlängst noch für diese Woche angekündigt. Nun hat allerdings die Inforadio Betriebsgesellschaft m.b.H., an der unter anderem „Der Standard” und Party FM-Macher Martin Zimper beteiligt sind, beim Bundeskommunikationssenat beantragt, dieser solle selbst über die Lizenzvergabe entscheiden.

Nach Meinung der Inforadio Betriebs Gmbh sei die Frist für die Vergabe der Wiener Radiofrequenz abgelaufen. Deshalb rief man laut „Standard” den BKS an. KommAustria-Behördenleider Ogris sieht die Sachlage indes anders: Laut Telekomgesetz läuft die Frist noch bis 18. September, so Ogris gegenüber der APA. Vor diesem Datum soll – geht es nach Ogris – der rund zweihundert Seiten dicke Bescheid an die Bewerber versendet werden. Letztendlich müsse nun aber freilich der BKS über Zuständigkeit bzw. Fristeinhaltung entscheiden. Dieser hat für sein Urteil theoretisch sechs Monate Zeit.

Die Inforadio Betriebs Gmbh hatte sich mit einem „All News-Format” um die Frequenz beworben, das in 20- bis 30-minütigen Updates, je nach Tageszeit, die aktuellsten News aus Wien, Österreich und der Welt bringen soll. Laut einem frequenztechnischen Gutachten ist das beantragte Konzept allerdings nicht realisierbar. Dieses widerspreche nämlich einem Kompromiss, den die Behörden mit ihrem ungarischen Pendant ausgehandelt hat. Ansonsten käme es nämlich zu massiven Störungen des Senders Sopron-Helyi 98,4 MHz, hieß es in dem Gutachten.

Die neue Wiener Privatradiofrequenz erfreut sich trotz eines bereits dicht besetzen Radiomarkts in der Hauptstadt großer Beliebtheit. Die technische Reichweite des neuen Senders wird mit satten 1,7 Millionen Personen beziffert. Insgesamt gab es denn auch 25 Lizenzanträge. Unter den Antragstellern fanden sich gleich mehrere Projekte mit Verlegerbeteiligung. So haben sich neben der Standard Verlags GmbH auch die Mediaprint, die Styria Medien AG und Wolfgang Fellner mit der Media Digital GmbH beworben. Von der ÖVP wurde zuletzt das Projekt Sunshine Radio forciert. Einer der beiden Betreiber ist Matthias Kamp, Sohn des ÖVP-Finanzreferenten Peter Kamp. Die Wiener Landesregierung hat hingegen schon vor längerem eine Empfehlung für den Entspannungssender „Lounge FM” ausgesprochen.

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