Ried wirft in Salzburg die Betonmischmaschine an

Wenn Rieds Taktik aufgeht, wird es kein schönes Spiel
Wenn Rieds Taktik aufgeht, wird es kein schönes Spiel
Ausgerechnet gegen Tabellenführer Salzburg muss Schlusslicht Ried in der 13. Bundesligarunde am Samstag (18.30 Uhr) den Weg aus der Krise suchen. "Wir wollen Platz eins nicht mehr hergeben", erklärte Verteidiger Andreas Ulmer. Ried setzt auf Defensive. Eröffnet wird die Runde um 16.00 Uhr mit Mattersburg gegen Altach. Um 18.30 Uhr folgen Sturm Graz gegen WAC und Admira gegen Grödig.


Die Brust ist breit in Wals-Siezenheim. Der Meister ist seit 10 Spielen ungeschlagen, atomisierte zuletzt die Admira und ist erstmals in dieser Saison dort, wo er sich selbst immer sah. Gegen Ried ist man seit 2005 in 20 Heimspielen noch unbesiegt. Immerhin attestierte Außenverteidiger Ulmer, einst selbst für die “Wikinger” aktiv, dem Gegner viel Kampfwillen: “Gegen die Rieder haben wir uns immer – egal ob daheim oder auswärts – etwas schwergetan.” So oder so kommen die Innviertler, die in den jüngsten drei Partien nur einen Punkt holten, als krasse Außenseiter. Ried-Coach Paul Gludovatz kündigte an, der Offensivstärke der “Bullen” vor allem eines entgegensetzen zu wollen: Abwehrbeton.

Aufsteiger Mattersburg eröffnet am Samstag mit dem Heimspiel gegen den Vorjahresaufsteiger Altach die 13. Runde. Die Burgenländer tauchten zuletzt mit einem Sieg aus einem Zwischentief, der Aufwärtstrend der Vorarlberger scheint nach zwei Niederlagen wieder gebremst. Coach Damir Canadi kämpft zudem mit einem personellen Engpass – quasi die halbe Mannschaft fehlt.

Die “Wölfe” haben Blut geleckt. Mit dem 2:1-Heimsieg über Rapid tauchte der WAC am vergangenen Wochenende mit einem Ausrufzeichen aus seinem Dauertief, auch am Samstag spekuliert die Truppe von Dietmar Kühbauer bei Sturm Graz mit Zählbarem. Sturm sucht nach drei Siegen in den letzten vier Spielen den Anschluss an das Spitzentrio und will die Flut an Heim-Remis eindämmen.

Wenn am Samstag Admira Wacker den SV Grödig empfängt, dann stehen einander auch jene zwei Bundesligateams gegenüber, die gegen Salzburg schon mit 0:8 unter die Räder kamen. Bei der Admira sind die Eindrücke der Vorwoche noch denkbar frisch, der Fokus liegt wohl auf Rehabilitierung. Sonst droht dem Tabellenführer der 8. Runde ein weiterer Rückfall.

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