Rice beginnt Besuch bei NATO in Brüssel

US-Außenministerin Rice ist im NATO-Hauptquartier in Brüssel eingetroffen. Im Rahmen eines informellen Mittagessens wird sie mit ihren NATO-Kollegen über Themen der Verteidigungspolitik und speziell über die laufenden Einsätze der Allianz sprechen.

Diplomaten gingen davon aus, dass Rice in Brüssel ein stärkeres Engagement im Irak anmahnen werde. Gegenüber dem Iran dürfte die Ministerin eine entschlossenere Haltung der europäischen Partner fordern.

In einem vor ihrem Brüsseler Treffen ausgestrahlten Fernsehinterview mit „Fox News“ kritisierte Rice, gegenüber der iranischen Regierung sei bisher nicht ausreichend deutlich gemacht worden, dass der Streit um das Nuklearprogramm vor den UN-Sicherheitsrat gebracht werde, sollte Teheran die geforderten Überwachungsmissionen nicht zulassen.

„Wenn sie nicht willens sind, das Angebot der Europäer anzunehmen, dann droht die Anrufung des UN-Sicherheitsrats“, warnte Rice. „Ich weiß nicht, ob irgendjemand den Iranern dies so klar gesagt hat, wie es sein sollte,“ sagte sie dem Sender. Die internationale Staatengemeinschaft müsse sicher sein, dass sie mit einer Stimme spreche und dass es nicht hinnehmbar sei, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen baue. Auf Seiten der EU verhandeln derzeit Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit dem Iran über das Atomprogramm.

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