Ribery verpasst wegen Verletzung WM

Verletzung ernster als gedacht
Verletzung ernster als gedacht
Frankreichs Fußball-Superstar Franck Ribery fällt wegen seiner anhaltenden Rückenprobleme für die WM in Brasilien aus. Das bestätigte Teamchef Didier Deschamps am Freitag. Ribery klagt seit fast zwei Monaten über Rückenschmerzen.
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Der 31-jährige Flügelspieler des deutschen Meisters Bayern München war im Saisonfinish dennoch zu einigen Einsätzen gekommen. Neben Europas Fußballer des Jahres fällt bei den Franzosen auch noch der offensive Mittelfeldspieler Clement Grenier von Olympique Lyon aus, erklärte Deschamps. Das Duo wird im 23-Mann-Kader von Morgan Schneiderlin (Southampton) und Remy Cabella (Montpellier HSC) ersetzt. Frankreich trifft in Brasilien in Gruppe E auf Honduras (15. Juni), die Schweiz (20. Juni) und Ecuador (25. Juni).

Nur wenige Tage vor der WM-Eröffnung liefert sich eine hochkarätige Weltauswahl einen Wettlauf mit der Zeit. Eine Reihe prominenter Fußballer humpelt in den Saison-Höhepunkt. Bangende Trainer, nervöse Fans und aufgeregte Berichterstatter warten gespannt auf jede neue Diagnose der Team-Ärzte.

Viele Stars noch nicht fit

Für ihre Schlüsselspieler brechen die Teamchefs sogar mit ihrem Prinzip, nur topfitte Profis mit nach Brasilien zu nehmen. Ob Deutschlands Sami Khedira nach seinem Kreuzbandriss, der Chilene Arturo Vidal nach einer Meniskus-Operation oder der Schweizer Xherdan Shaqiri nach drei Muskelfaserrissen – für alle wird der WM-Auftakt zum Rennen gegen die Zeit. Radamel Falcao hat dies bereits verloren, Kolumbiens Star musste nach einem Kreuzbandriss passen.

Ausgereizt werden wohl die Kaderfristen der FIFA. Bis 24 Stunden vor Anpfiff des jeweils ersten Gruppenspiels darf jedes Team einen nachweislich verletzten Profi noch austauschen. Portugals Hoffnungsträger Ronaldo hat von seinem Teamchef vorerst trotz Krankenscheins einen Freibrief. Selbst wenn der Champions-League-Sieger von Real Madrid wegen seiner Sehnenentzündung im linken Bein und einer damit verbundenen Muskelverletzung für das Auftaktmatch gegen Deutschland am 16. Juni ausfallen sollte, wird Paulo Bento ihn sicher nicht nach Hause schicken.

Coast bei “Wunderheilerin”

Sogar Spaniens Erfolgstrainer Vicente del Bosque fügte seinem Luxuskader einen angeschlagenen Spieler hinzu. Atletico Madrids Torjäger Diego Costa schreckt dafür auch nicht vor Besuchen bei einer “Wunderheilerin” in Belgrad zurück, um sich dort mit Pferde-Plazenta am wunden Oberschenkel behandeln zu lassen. “Wir haben Untersuchungen gemacht und es geht mir gut”, versichert der im Finale der Champions League nach neun Minuten ausgewechselte Costa ausdauernd.

Solche Sätze hört man dieser Tage immer wieder. “Bleibt ruhig”, mahnte Uruguays Topstürmer Suarez, der nach einer Knie-Operation nur eingeschränkt trainieren kann. “Ich würde es nicht einmal eine Verletzung nennen”, erklärte der nach einer Zwangspause um Fitness bemühte Robin van Persie, nachdem er im WM-Test der Niederländer gegen Wales vorzeitig den Platz verlassen musste.

Die Top-Elf der angeschlagenen Spieler eine Woche vor WM-Start:

Tor: Manuel Neuer (GER/Schulter) – Gotoku Sakai (JPN/Knie), Kolo Toure (CIV/Malaria), Martin Demichelis (ARG/Sprunggelenk), Philipp Lahm (GER/Sprunggelenk) – Arturo Vidal (CHI/Meniskus), Yaya Toure (CIV/muskuläre Probleme) – Luis Suarez (URU/Meniskus), Diego Costa (ESP/Oberschenkel), Cristiano Ronaldo (POR/Sehnenentzündung)

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