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Regionen mit den meisten Blitzen in Europa liegen teils in Österreich

Teile Österreichs gehören zu den Regionen mit den meisten Blitzen in Europa
Teile Österreichs gehören zu den Regionen mit den meisten Blitzen in Europa ©Pixabay (Sujet)
Spannende Wetter-Phänomene: Einige Teile Österreichs, vor allem Steiermark und Kärnten, gehören mit Oberitalien und Slowenien zu den Regionen mit den meisten Blitzen in Europa.
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2019: Wenigste Blitze seit Messbeginn gemessen

Durch die südliche Lage und Nähe zur Adria bietet die Atmosphäre hier oft die ideale Mischung für Gewitter: Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Blitz erreicht Stromstärken zwischen 2.000 und 300.000 Ampere. Wie er entsteht, erklären die Experten von ALDIS.

So entstehen Blitze in der Atmosphäre

Besteht ein sehr großer Temperaturunterschied zwischen bodennahen und höheren Luftschichten, können mächtige Gewitterwolken entstehen. Sie erreichen in Mitteleuropa Höhen von zwölf Kilometer und mehr. In Gewitterwolken toben mächtige Auf- und Abwinde, mit Geschwindigkeiten von rund 100 bis 150 km/h. Diese Winde schleudern Wassertropfen, Eiskristalle und Hagelkörner durch die Wolke. Dabei kommt es zu elektrostatischer Aufladung, ähnlich wie beim Reiben eines Luftballons an Stoff.

Im oberen Bereich der Gewitterwolke (rund acht bis zwölf Kilometer) sammeln sich bevorzugt positiv geladenen Teilchen, in den unteren Bereichen (rund drei bis sechs Kilometer) bevorzugt negative. Warum? "Das ist immer noch nicht völlig geklärt", berichtete ALDIS. Erreicht der Unterschied zwischen Plus- und Minus-Bereich eine bestimmte Größe, kommt es zu einem großen elektrischen Funken: dem Blitz. Je nach Ladungsausgleich handelt es sich um einen Wolke-Wolke- oder einen Wolke-Erde-Blitz.

Sichtbare Blitzentladung ist der erste Leitblitz

Die sichtbare Blitzentladung (Flash) wird durch einen so genannten ersten Leitblitz vorbereitet (für das menschliche Auge nicht sichtbar). Bei fast allen Blitzen startet dieser Leitblitz in der Wolke und wächst ruckartig in Stufen von 50 bis 200 Meter in Richtung Erde vor. Erreicht der Leitblitz den Boden, wird dieser entladen, der ganze vorbereitete Kanal leuchtet hell auf. Das ist der für uns sichtbare Blitz.

Im Kanal der ersten Entladung folgen dann oft mehrere weitere Entladungen, im Abstand von wenigen tausendstel Sekunden. Bis zu 20 und mehr solcher Folgeblitze können innerhalb von einer Sekunde auftreten. "Bei einer größeren Zahl können wir oft mit freiem Auge ein Flackern des Blitzes erkennen", berichtete ALDIS. Die Pause zwischen zwei Folgeblitzen beträgt zwischen einigen und einigen 100 Millisekunden.

Blitze: Luft wird schlagartig 30.000 Grad heiß

Der Strom im Blitzkanal heizt die Luft schlagartig auf rund 30.000 Grad auf. Da heiße Luft deutlich mehr Raum benötigt als kühle, entsteht ein extremer Überdruck. Bildlich gesprochen "zerreißt" die Hitze die Luft und verursacht einen Knall. Aufgrund der Schallgeschwindigkeit (330 m/s) dauert es mehrere Sekunden bis die Druckwelle beim Beobachter ankommt. Der Blitz ist früher zu sehen, da Licht rund eine Million Mal schneller als Schall ist. Lang gezogenes Donnergrollen entsteht durch das zeitlich verzögerte Eintreffen der Druckwelle von verschiedenen Teilen des Blitzkanals und durch Echoeffekte.

(apa/red)

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