Regenbogenparade: Familien-Marsch "Erfolg", Entwarnung zu NS-Flyern

Am Samstag fand die Wiener Regenbogenparade statt.
Am Samstag fand die Wiener Regenbogenparade statt. ©APA
Die Organisatoren des "Marsches für die Familie" werten ihre Veranstaltung vom Samstag - die zeitgleich mit der Wiener Regenbogenparade stattgefunden hat - als Erfolg. Sie kritisierten am Montag jedoch die Gegendemonstration linker Aktivisten. Entwarnung gab es laut Polizei unterdessen in Sachen möglicher NS-Propaganda.
Festnahmen bei Parade
Bilder der Regenbogenparade
Bunte Party am Ring

Der Marsch für die Familie wird von der “Plattform Familie” und der Organisation “Pro Vita” veranstaltet. Bereits seit einigen Jahren findet er parallel zur Regenbogenparade statt – wenn auch in örtlicher Distanz. Der Marsch beginnt am Stephansplatz in der City, die Parade zieht um den Ring.

Der Marsch soll auf ein “bewährtes, traditionelles Familienmodell” aufmerksam machen. Strikt abgelehnt wird unter anderem die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.

Demo und Gegendemo

Gegen die Versammlung haben auch heuer wieder linke Aktivisten demonstriert. Dies stößt auf Kritik der Marsch-Organisatoren: Man ermögliche mit der Zulassung der Gegenkundgebung gewaltbereiten Gruppen aus der “Schwulen-, Lesben-, Transgender- und Anarchistenszene”, friedliche Kundgebungen auf “schlimme Weise” zu beeinträchtigen. Heuer wurden fünf Aktivisten, die mit einer Sitzblockade demonstrierten, vorübergehend festgenommen. Sie wurden auf freiem Fuß angezeigt.

NS-Flyer bei Regenbogenparade verteilt?

Während der Aktionen wurde der Polizei von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit angeblich rechtsradikalem Inhalt übergeben. Eine Überprüfung des Inhaltes durch den Verfassungsschutz habe allerdings keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand ergeben, teilte die Polizei am Montag mit.

Auch während der Kundgebung wurden keine gegen Strafgesetze verstoßende Parolen skandiert, die ein polizeiliches Einschreiten in diesem Zusammenhang erfordert hätten, so die Exekutive.

(APA)

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