Regenbogenfahne gehisst: Grüne solidarisieren sich mit Pussy Riots

Das Hissen einer Regenbogenfahne führte zu einer Geldstrafe.
Das Hissen einer Regenbogenfahne führte zu einer Geldstrafe. ©AP
Eine Pussy-Riot-Aktivistin hat in Moskau eine Regenbogenfahne gehisst und wurde deshalb zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Wiener Grünen wollen die Strafe übernehmen.

Die Grünen solidarisieren sich mit den Pussy-Riot-Aktivistinnen, die in Moskau für das Hissen einer Regenbogenfahne zu einer Geldstrafe verurteilt worden sind. Sie biete den Pussy-Riot-Frauen eine Kostenübernahme von 166 Euro an, teilte die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, am Dienstag in einer Aussendung mit. "Das Hissen einer Regenbogenfahne darf nicht als Straftat behandelt werden, nicht in Russland und in keinem Land der Welt", so Ernst-Dziedzic.

Wiener Grüne solidarisieren sich mit den Pussy Riots

"Meine Solidarität gilt den Pussy Riots. Wer das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nutzt, darf nicht dafür bestraft werden", betonte die Nationalratsabgeordnete. Maria Aljochina und Veronika Nikulschina hätten mit ihrer Aktion zum 68. Geburtstag von Präsident Wladimir Putin "zu Recht auf die bestehende Diskriminierung von LGBTIQ-Personen in Russland aufmerksam" gemacht. Russland baue bei LGBTIQ-Rechten sogar ab, wie die ILGA-Europe-Map 2020 des Europäischen Dachverbands ILGA Europe zeige.

Wie die Agentur Interfax meldete, hatte ein Gericht in Moskau die beiden Musikerinnen wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu Geldstrafen verurteilt. Aljochina muss demnach 15.000 Rubel (rund 166 Euro) Strafe zahlen, Nikulschina 10.000 Rubel. Mehrere Pussy-Riot-Aktivistinnen und -Aktivisten hatten am 7. Oktober Regenbogenfahnen unter anderem an der Präsidialverwaltung und am Kulturministerium in Moskau angebracht.

Pussy Riot sorgt immer wieder für Aufsehen

Pussy Riot sorgt immer wieder mit radikalen Aktionen für Aufsehen. Nach ihrer weltweit wohl bekanntesten Protestaktion in der Moskauer Erlöser-Kathedrale wurden drei Mitglieder der Band, darunter Aljochina, 2012 zu Haftstrafen verurteilt.

(APA/Red)

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