Reform bei Krankenpflegeschulen

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Die Stadt Wien reduziert die Standorte ihrer Krankenpflegeschulen. Statt elf wird es künftig fünf geben, zwei davon werden neu errichtet.

Die Zahl der Ausbildungsplätze bleibt dabei mit 2.100 gleich. Fortschritte gibt es auch bei der Turnusärzte-Ausbildung. Die Zufriedenheit steigt, die Testergebnisse der überprüften Abteilungen haben sich verbessert, so der Krankenanstaltenverbund (KAV).

Von der derzeitigen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sind einige zuletzt in den 1970er Jahren renoviert worden. Weder Bausubstanz noch Einrichtung entsprechen den heutigen Anforderungen, meint man im KAV. Durch die Konzentration sollen nun fünf Schulen mit kleinen Unterrichtsräumen, moderner EDV-Ausstattung und Lernwerkstätten für die praxisnahe Ausbildung entstehen.

Erster Schritt ist der Ausbau des Standortes Ost. Die Schule im Donauspital wird dafür um 5,3 Mio. Euro vergrößert und saniert, die Kapazität steigt von 320 auf 390 Schüler. Dies geschieht auch in Hinblick auf das künftige Krankenhaus Nord in Floridsdorf. Die offizielle Eröffnung der Schule findet bereits in wenigen Tagen statt.

Bis 2009 wird eine weitere Schule im Süden Wiens gebaut, und zwar für mehr als 600 Schüler im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Die Pflegeschulen aus dem Preyer’schen Kinderspital und der Rudolfstiftung werden dorthin übersiedeln.

Ebenfalls neu wird der Standort West im Wilhelminenspital. Er soll ab 2012 über ebenfalls 600 Plätze verfügen und wird die Einrichtungen aus dem Otto-Wagner-Spital, dem Krankenhaus Hietzing und dem Kaiserin-Elisabeth-Spital aufnehmen. Beide Neubauten kommen auf rund 22 Mio. Euro. Erhalten bleiben die Schulen in Ybbs und im AKH.

„Je mehr wir in die Aus- und Fortbildung neu investieren, desto besser wird die Versorgung der Wiener in Zukunft sein“, sagte Gesundheits- und Sozialstadträtin Renate Brauner (S) am Dienstagabend vor Journalisten. Mit der neuen Struktur „sind und bleiben wir der größte Ausbildner Österreichs in der Gesundheits- und Krankenpflege“.

Nach KAV-Angaben hat sich in Wien auch die Turnusärzte-Ausbildung verbessert. „Wir können beweisen, dass der KAV dieses Themas angenommen und seine Versprechen gehalten hat“, so KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold. Das Spektrum reicht von gemeinsamen Abteilungsbesuchen mit der Ärztekammer über „Audits“ zur Überprüfung der Ausbildungsqualität bis zum Qualitätsausschuss „AQUA“.

Von bisher 50 geprüften Abteilungen wurden sieben als „ausgezeichnet“, 23 als „sehr gut“, 18 als „gut“ und nur zwei als „genügend“ beurteilt. Die Kontrolle der Stationen sei streng, „es kommt uns keine aus“, so Silvia Türk vom KAV. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Jungärzte schätzt die Ausbildungsqualität als „sehr gut“ oder „gut“ ein, fast zwei Drittel sind mit den Primarärzten zufrieden.

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