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Red Bull Salzburg will gegen RB Leipzig den EL-Aufstieg fixieren

Red Bull Salzburg steht vor dem Einzug ins EL-Sechzehntelfinale.
Red Bull Salzburg steht vor dem Einzug ins EL-Sechzehntelfinale. ©APA/AFP/ROBERT MICHAEL
Red Bull Salzburg reicht im Europa League-Duell gegen RB Leipzig bereits ein Remis um ins Sechzehntelfinale aufzusteigen.

“Wir brauchen einen Punkt und ich glaube, dass Leipzig zwei Siege brauchen wird, um in die nächste Runde zu kommen”, sagte Salzburg-Coach Marco Rose zur Ausgangslage. Der deutsche Bundesligist liegt sechs Zähler hinter Salzburg und punktgleich mit Celtic Glasgow auf Rang zwei. “Ein Sieg würde für uns die Qualifikation für die nächste Runde bedeuten, das ist das Allerwichtigste. Es wäre aber keine besondere Genugtuung für mich”, gab Rose Einblick.

Da auch die österreichischen “Bullen” noch nicht ganz durch sind, kann es logischerweise keine Schützenhilfe der Salzburger geben. “Wer jetzt sagt Stallorder, das geht mir zu weit mit jeglicher Phantasie”, betonte Rose. Die zahlreichen Medienspekulationen bzw. -berichte im Vorfeld der Partie findet er übertrieben. “Ich verstehe, dass es spannend ist für die Medien und die Leute und dass die Partie Brisanz birgt” sagte Rose, bat aber gleich darauf: “Bitte runter vom Gas”. Man mache jedenfalls nicht mehr aus der Partie als sie sei.

Red Bull Salzburg vor EL-Duell voller Selbstvertrauen

Sein Team strotzt vor Selbstvertrauen. Mittlerweile 52 Pflichtspiele haben die Salzburger zu Hause nicht mehr verloren, im Europacup sind sie vor eigenem Publikum 15 Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Bei der Generalprobe gab es einen 4:0-Erfolg in Hartberg, es war der 13. im 15. Ligaspiel. “Wir wissen, wozu wir imstande sind”, betonte Rose.

Hartberg kann man mit Leipzig aber klarerweise nicht vergleichen, auch wenn RasenBallsport zwei der jüngsten drei Pflichtspiele verloren hat. “Mit Leipzig kommt ein extrem ambitionierter Bundesligist aus Deutschland, der zuletzt einen kleinen Ausrutscher hatte, aber eine gute Form hat”, analysierte Salzburgs Trainer, der das Verhältnis zu Leipzigs Ralf Rangnick als “gut” bezeichnete.

Dennoch vor RB Leipzig gewarnt

Man habe jedenfalls eine “schwierige Aufgabe” vor der Brust. “Sie verteidigen grundsätzlich sehr kompakt, haben in den letzten Spielen wenig Gegentore bekommen, ohne ihre grundsätzliche Idee zu verlassen. Sie attackieren, schalten schnell um und verwerten ihre Chancen konsequent”, hob Rose die Vorzüge des Gegners hervor. Er rechnete mit einem “spannenden, emotionalen und tempogeladenen Spiel”.

Im Hinspiel haben die Salzburger mit dem 3:2-Erfolg bereits bewiesen, dass sie Leipzig besiegen können. Auch deshalb erwartete Salzburgs Goalie Alexander Walke “ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden”. Es werde darauf ankommen, wer sein Spiel besser auf den Platz bringe.

Mit einem Unentschieden will man sich im Lager der Gastgeber, die gleich auf sechs Ex-Kollegen, darunter die ÖFB-Kicker Stefan Ilsanker, der angeschlagene Marcel Sabitzer und Konrad Laimer treffen, keinesfalls begnügen. “Ich glaube, dass es nicht zur Mannschaft passt, auf ein 0:0 zu spielen”, betonte Walke. Man werde deshalb alles raushauen und voll auf Sieg spielen. “So kennt man uns, selbst wenn wir 1:0 oder 2:0 führen, geben wir weiter Gas, das macht uns aus und so werden wir auch morgen auftreten”, versicherte auch Rose.

Red Bull Arena ausverkauft

Die Stimmung wird bestens sein, die Arena in Wals-Siezenheim ist seit längerer Zeit mit 29.520 Zuschauern ausverkauft. “Das ist eine Anerkennung für die letzten Spiele, die wir zu Hause bestritten haben. Das ist natürlich cool und gibt uns noch einmal einen kleinen Schub extra”, sagte Walke. Er ist die Nummer eins in der Europa League, in der Liga muss er Cican Stankovic den Vortritt lassen. “Es funktioniert im Moment ganz gut”, sagte der Routinier zur Tormannrotation.

Bestens lief es auch für die Salzburger an sich bisher in der Europa League, in der sie mit Munas Dabbur (fünf Tore) auch den Toptorschützen stellen. Es gab nicht nur vier Siege, sondern auch in jedem Spiel mindestens drei Treffer, wie auch zuletzt beim 5:2 bei Rosenborg Trondheim. Salzburg hat damit nach wie vor die Chance, zum dritten Mal in der Clubgeschichte das Punktemaximum im zweitwichtigsten Europcupbewerb zu holen. Das wäre ein weiterer Meilenstein.

(APA/Red)

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