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Red Bull Salzburg gewinnt Cup-Finale mit 2:0 über Rapid Wien

Red Bull Salzburg kürt sich zum österreichischen Cup-Sieger.
Red Bull Salzburg kürt sich zum österreichischen Cup-Sieger. ©APA
Red Bull Salzburg kürte sich am Mittwoch mit einem 2:0-Sieg über Rapid Wien zum Sieger des ÖFB-Cups 2019. Die Tore vor 24.200 Zuschauern im Wörthersee-Stadion erzielten Patrick Farkas (37.) und Munas Dabbur (39.) bereits vor der Pause.
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Nach einer “Schaffenspause” im Vorjahr hat Salzburg 2019 wieder zugeschlagen und sich am Mittwoch zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren den ÖFB-Fußball-Cup geholt. Trotz einer ambitionierten Vorstellung von Rapid zerstörten die “Bullen” mit einem 2:0-(2:0)-Erfolg im Finale in Klagenfurt den Traum der Wiener vom ersten Titelgewinn seit 2008 bzw. vom ersten Cuptriumph seit 1995.

Patrick Farkas erzielte 1:0 für RB Salzburg

Eine kleine Sternstunde erlebte dabei Salzburgs Ersatzmann Patrick Farkas. Fast genau ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss im Ligaspiel gegen Rapid (13. Mai) brachte der 26-Jährige die Elf von Trainer Marco Rose in der 37. Minute in Führung. Seit seiner schweren Verletzung hatte Farkas mit Ausnahme eines Kurzeinsatzes keine Spiele mehr bestritten. Als Ersatzmann des angeschlagenen Standardaußenverteidigers Andreas Ulmer erlebte er nun ein Traumcomeback – das allerdings mit Gelb-Rot wegen Kritik ein vorzeitiges Ende (84.) nahm. Das zweite Tor ging auf das Konto des zukünftigen FC-Sevilla-Legionärs Munas Dabbur (39.), der in einer seiner vorläufig letzten Partien für Salzburg seinen 70. Pflichtspieltreffer erzielte.

Salzburg könnte am Sonntag in der Bundesliga mit einem Auswärtssieg bei der Wiener Austria das Double perfektmachen – es wäre das sechste der Vereinshistorie. Rapid hingegen muss in einer verpatzten Saison die größte Titelhoffnung begraben und seine Chancen auf einen Europacupplatz nunmehr über das Play-off der Liga wahrnehmen.

Veränderte Startaufstellungen im ÖFB-Cup

Salzburg und Rapid setzten nach ihren jüngsten Liga-Niederlagen beim WAC bzw. gegen Hartberg auf je fünf Änderungen. Den besseren Start vor 24.200 Zuschauern im Wörthersee-Stadion erwischten die aggressiveren Wiener. Thomas Murg (2., knapp am langen Eck vorbei) und Kapitän Stefan Schwab (6., Kopfball neben das Tor) gaben erste Warnschüsse ab. Salzburg, das sein gewohntes Pressing äußerst sparsam dosierte, fand erst nach einigen Minuten besser ins Spiel. Farkas stellte sich mit einem Schuss ans Außennetz erstmals bei Rapid-Goalie Richard Strebinger vor (11.).

Nach gut 20 Minuten flachte die Partie ab, ehe Xaver Schlager mit einem guten Versuch von der Strafraumgrenze an Strebinger scheiterte (29.). Rapid antwortete mit einem geblockten Schuss von Philipp Schobesberger (32.) und lag dennoch wenige Minuten später – durchaus überraschend – in Rückstand. Dabbur bediente Farkas, der von links außen Strebinger die “Gurke” gab.

Zwei schnelle Tore der “Bullen”

Die “Bullen” nutzten das Momentum ideal und legten keine zwei Minuten später durch Dabbur nach. Der am Fünfer allein gelassene Israeli setzte eine gefühlvolle Flanke von Zlatko Junuzovic in die Maschen. Wenig später wäre Fredrik Gulbrandsen mit einem Lupfer über Strebinger fast die Vorentscheidung gelungen, der Ball ging aber hauchdünn vorbei (41.).

Anschlusstreffer für Rapid Wien zählte nicht

So lebte die Chance für Rapid, Salzburg nach dem 2:0 im Ligaspiel Ende Februar ein zweites Mal in der laufenden Saison in die Knie zu zwingen. Die Elf von Dietmar Kühbauer musste zwar brenzlige Situationen wie einen Fallrückzieher Dabburs (54., Strebinger parierte) überstehen, lancierte aber auch selbst immer wieder Offensivaktionen – vor allem in einer Drangphase nach Stundenmarke. Mert Müldür setzte einen Köpfler an die Latte (60.), der vermeintliche Anschlusstreffer von Mario Sonnleitner zählte wegen eines angeblichen Fouls des eingewechselten Christoph Knasmüllner nicht (74.). Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich an der Seitenlinie dementsprechend erregt.

Letztlich vermochte Rapid aber nur zu selten für echte Gefahr zu sorgen. Salzburg kam seinerseits durch “Joker” Patson Daka zur großen Chance auf das 3:0. Der 20-Jährige schob den Ball solo vor Strebinger aber knapp am langen Eck vorbei (79.). Die größte Aufregung der Schlussphase lieferte neuerlich Farkas, der bereits in der ersten Hälfte Gelb gesehen hatte: Weil er sich nach einem Foul Maximilian Hofmanns an Daka nicht mehr beruhigen konnte, zückte Schiedsrichter Manuel Schüttengruber Gelb-Rot.

(APA/Red)

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