Rechtsextreme Graffiti: Zwei 17-Jährige in Haft

Rechtsextremistische Symbole, die in den vergangenen Wochen und Monaten in Wiener Neustadt und Neunkirchen sowie in Umlandgemeinden mit Lackspray auf Hausfassaden, Parkdecks und Fahrzeuge gesprüht worden waren, hatten auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) beschäftigt.
Nunmehr sind zwei 17-jährige Lehrlinge als Verdächtige ausgeforscht worden, berichtete die Sicherheitsdirektion am Dienstag.

Dem Duo wird zur Last gelegt, von Oktober 2010 bis zum vergangenen Sonntag aktiv gewesen zu sein. Die Graffiti, die laut Ermittlern zu schweren Sachbeschädigungen führten, waren neben Wiener Neustadt und Neunkirchen auch in Bad Fischau/Brunn (Bezirk Wiener Neustadt) und Willendorf (Bezirk Neunkirchen) zu sehen. Als Signatur verwendeten die Beschuldigten das Wort “Spraymers”.

Neben Graffiti auch Einrüche nachgewiesen

Den Lehrlingen wurden außerdem auch Einbrüche in eine Spenglerei und eine Schule in Wiener Neustadt zugeordnet. Festgenommen wurde das Duo am Sonntag in den frühen Morgenstunden nach einem Einbruch in ein Kfz-Zubehörgeschäft. Bei den Einvernahmen gestanden die Jugendlichen nicht nur die Sachbeschädigungen durch Sprayaktionen. Sie gaben auch weitere Einbrüche in den Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen zu. Dabei hatten die Burschen auch die Firma ihrer Lehrstelle heimgesucht.

Rechtsextreme Graffiti um Ausländern Angst zu machen

Die Beschuldigten wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Der ihnen angelastete Schaden soll mehr als 100.000 Euro betragen. Diesbezüglich sind noch weitere Erhebungen im Gang. Als Motiv für das Anbringen rechtsextremistischer Symbole im Rahmen der Sprayaktionen gab einer der Jugendlichen an, diese nur verwendet zu haben, um Angst bei Ausländern zu verbreiten und entsprechend Aufmerksamkeit zu erregen. (APA/Redaktion)
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