Rechnungshof: Uni-Rat an Med Uni Wien am teuersten

Breite Einkommensspanne bei Uni-Räten und Rektoren: Zwischen null und rund 30.000 Euro pro Person und Jahr lassen sich Universitäts-Räte ihren Rat kosten.

Während etwa das Aufsichtsgremium an der Wirtschaftsuniversität Wien ehrenamtlich unterwegs ist, sind die fünf Uni-Räte der Medizinischen Uni Wien mit durchschnittlich je 29.800 Euro Einkommen pro Jahr die teuersten Ratgeber. Das Durchschnittseinkommen der insgesamt 145 Räte lag im vergangenen Jahr bei 7.200 Euro pro Person und ist damit im Vergleich zum Jahr 2005 nur leicht um 300 Euro gefallen (7.500 Euro), zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Einkommensbericht des Rechnungshof (RH).

Der RH erstellt alle zwei Jahre einen Einkommensbericht für Einrichtungen im Bereich der öffentlichen Wirtschaft des Bundes, zu denen auch die Universitäten gezählt werden. Im Bericht wird u.a. die Zahl der Uni-Räte, Rektoren und weiterer Beschäftigte an den 21 österreichischen Universitäten und der Universität für Weiterbildung in Krems erhoben und die durchschnittlichen Jahreseinkommen einschließlich aller Sozial- und Sachleistungen für die Jahre 2005 und 2006 aufgelistet.

Verdienten die sechs Uni-Räte an der Medizinischen Universität Innsbruck im Jahr 2005 noch 19.700 Euro, so sind es 2006 bei sieben Personen „nur“ noch 16.500 Euro – sie liegen damit nach wie vor an zweiter Stelle der Einkommensliste. Einen relativ großen Einschnitt beim Einkommen verbuchten auch die Räte der Kunst-Uni in Linz: Es fiel von 2.600 Euro im Jahr 2005 auf 1.100 im Folgejahr.

Die 74 Rektoren und Vize-Rektoren der Universitäten verdienten im Jahr 2005 durchschnittlich 129.500 Euro pro Person, 2006 waren es 123.400 Euro. Top-Verdiener war dabei das aus zwei Personen bestehende Rektorat an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit jeweils 182.200 Euro im Jahr 2006, gefolgt von dem aus vier Personen zusammengesetzte Rektorat an der Uni Linz (je 179.000 Euro), dem fünf-köpfigen Rektorat der Uni Wien (149.400 Euro) und dem drei Mitglieder zählenden Rektorat der Medizinischen Universität Innsbruck (142.000 Euro). Am wenigsten bezogen 2006 das vier-köpfige Rektorat der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz mit je 62.300 Euro und das vier Personen umfassende Rektorat der Universität Salzburg mit im Schnitt je 62.600 Euro. Dabei ist davon auszugehen, dass der Rektor deutlich mehr als die Vizerektoren verdient.

Sowohl die Anzahl der Beschäftigten an den österreichischen Universitäten wie auch ihr durchschnittliches Einkommen ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen: Im Jahr 2004 gab es rund 26.700 Beschäftigte mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von je 41.600 Euro, 2005 waren es rund 29.000 Mitarbeiter mit 42.000 Euro pro Jahr und 2006 verdienten die etwa 30.400 Personen je 43.000 Euro.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Rechnungshof: Uni-Rat an Med Uni Wien am teuersten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen