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Rebasso-Mörder wegen Erpressung verurteilt

Rebasso-Tod nicht restlos geklärt
Rebasso-Tod nicht restlos geklärt
Im Fall des ermordeten Wiener Anwalts Erich Rebasso sind zwei Verdächtige in Russland verurteilt worden - allerdings lediglich wegen Erpressung. Der Tod des Opfers spielte bei der Verhandlung keine Rolle, da das Verfahren nicht an die russischen Behörden abgetreten wurde, berichtet die "Kronen Zeitung".


Rebasso war am 27. Juli 2012 nach dem Verlassen seiner Kanzlei am Stubenring in der Wiener Innenstadt verschwunden. Er dürfte auf dem Weg zu seinem Mercedes in einer Tiefgarage am Georg-Coch-Platz bereits von Pavel V. und Alexander M. erwartet worden sein, die mit ihren originalen Reisepässen nach Wien gekommen waren.

Die beiden Ex-Polizisten sollen den im Ost-Geschäft tätigen Anwalt überwältigt haben, weil sie bzw. ihre Hintermänner den 48-Jährigen mit einem Anlagebetrug in Russland in Verbindung brachten, bei dem Kleinanleger erhebliche Summen verloren hatten. Einen Verdacht, den die Familie Rebassos als unbegründet zurückgewiesen hat.

Dem gerichtsmedizinischen Gutachten zufolge starb Rebasso an einem gebrochenen Schilddrüsenknorpel. Er dürfte – möglicherweise bereits im Zug seiner Entführung – in den Schwitzkasten genommen worden und dabei ums Leben gekommen sein. Ein vorsätzliches Töten ließ sich gerichtsmedizinisch ebenso wenig festmachen wie der genaue Todeszeitpunkt.

Die Moskauer Justiz hatte gegen die beiden Verdächtigen ursprünglich nur Ermittlungen in Richtung Erpressung aufgenommen. Obwohl Rebasso zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Leben war, hatten seine Angehörige ein Mail erhalten, in dem für seine Freilassung 435.000 Euro gefordert wurden.

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