Real unter Zidane weiter souverän, Barca gewann 6:0

David Bettoni ist als Zeugwart registriert
David Bettoni ist als Zeugwart registriert
Neo-Trainer Zinedine Zidane hat Real Madrid offensichtlich die Spielfreude zurückgegeben. Der spanische Fußball-Rekordmeister landete im zweiten Spiel unter dem früheren französischen Weltklasse-Kicker den zweiten Sieg. Nach einem 5:0 gegen Deportivo La Coruna gab es am Sonntag zu Hause ein 5:1 (5:0) gegen Sporting Gijon. Der FC Barcelona ließ sich am Sonntag aber auch nicht lumpen.


Barca bleibt Tabellenführer Atletico Madrid auf den Fersen. Die Katalanen feierten mit einem 6:0 gegen Athletic Bilbao ihren höchsten Saisonsieg. Der Rückstand auf den Spitzenreiter, der sich mit 3:0 in Las Palmas ebenfalls keine Blöße gab, beträgt bei einem Spiel weniger weiterhin zwei Punkte. Erzrivale Real Madrid liegt weitere zwei zurück.

Superstar Lionel Messi brachte Barca mit einem Foulelfmeter gegen die Basken früh auf die Siegerstraße (7.). Danach traf Sturmkollege Luis Suarez in dreifacher Ausführung (47., 68., 82.). Der Uruguayer überholte Reals Karim Benzema und Cristiano Ronaldo (je 16) und führt nun mit 18 Toren die Liga-Schützenliste an. Für die weiteren Barca-Tore sorgten Neymar (31.) und Ivan Rakitic (62.).

Real erhöhte jedoch den Druck auf Atletico Madrid und Barcelona. Die Madrilenen könnten den vierten Sieg in den vergangenen fünf Ligaspielen aber teuer bezahlt haben. Die Offensivstars Karim Benzema und Gareth Bale mussten jeweils nach Toren verletzt ausgetauscht werden.

Benzema erlitt bei einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen James Rodriguez eine Knöchelblessur, Bale erwischte es erneut am Oberschenkel. Der Waliser hatte in dieser Saison bereits zweimal wegen muskulärer Probleme mehrere Wochen pausieren müssen.

Bale hatte den Torreigen gegen Gijon per Kopf eröffnet (7.). Cristiano Ronaldo (9., 18.) und Karim Benzema (12., 41.) trafen jeweils noch vor der Pause im Doppelpack. Zusammen hält das Trio mittlerweile bei 45 Ligatoren. Je 16 davon gehen auf das Konto von Benzema und Ronaldo.

Zidane arbeitet indes ohne einen offiziellen Co-Trainer. Dies warf beim spanischen Rekordmeister die Frage auf, wer als Trainer einspringt in dem Fall, dass der frühere Weltklassefußballer vom Schiedsrichter die Rote Karte erhalten sollte. Zidanes Assistent David Bettoni besitzt nach Medienberichten vom Sonntag nicht die erforderliche Trainerlizenz.

Damit er bei den Spielen überhaupt auf der Trainerbank sitzen darf, ließ Real den langjährigen Zidane-Vertrauten als Zeugwart registrieren. Nach dem Reglement darf er den Spielern von der Seitenlinie jedoch keinerlei Anweisungen geben.

Zidane reagierte auf Fragen nach seinem Vertreter mit Humor. “Erstens wird man mich nicht vom Platz stellen”, konstatierte er schmunzelnd. “Und falls doch, haben wir zweitens noch Chendi.” Damit meinte der Franzose den früheren Real-Profi Miguel Porlan.

Der Ex-Nationalspieler amtiert als Offizieller des Vereins und ist in dieser Funktion normalerweise der direkte Ansprechpartner des Schiedsrichters. Er verfügt über die notwendige Trainerlizenz, nimmt auf das Training der Mannschaft aber keinen direkten Einfluss.

Superstar Cristiano Ronaldo sang am Sonntag nach seinem Doppelpack im Ligaspiel gegen Sporting Gijon ein Loblied auf seinen neuen Trainer Zinedine Zidane. Laut dem Portugiesen kämen die Real-Spieler mit dem Franzosen besser zurecht als mit dessen Anfang Jänner nach nur sieben Monaten im Amt abgelösten Vorgänger Rafael Benitez.

“Zidane hat dem Team Auftrieb gegeben. Es ist wahr, dass man bei einigen Trainern mehr Empathie spürt als bei anderen. Ich habe natürlich auch mit Benitez meine Arbeit gemacht, ich war ernsthaft und habe alles Mögliche für den Club gegeben. Aber er sieht den Fußball nicht auf die selbe Art wie ihn ‘Zizou’ sieht”, sagte Ronaldo. “Fragt mich nicht warum, aber die Spieler bevorzugen Zidane.”

Er habe niemals eine schlechte Meinung von Benitez gehabt, betonte Ronaldo. “Er hat immer sein Bestes für den Club gegeben.” Auch würde er nie gegen einen Trainer spielen. “So etwas machen Spieler nicht, zumindest ich auf jeden Fall nicht. Aber unabhängig von der Sympathie, man muss seine Arbeit immer ernst nehmen. Die Spieler haben mehr Vertrauen in ‘Zizou’.”

Ronaldo sieht zudem Parallelen zwischen Zidane und dessen Vor-Vorgänger Carlo Ancelotti, der Real 2014 zum Triumph in der Champions League geführt hatte. Zidane war damals Co-Trainer des Italieners. “Seine Trainings sind ähnlich. Er ist ruhig, aber sehr ernsthaft in seiner Arbeit und außerhalb des Platzes auch lustig. Er ist mit allen Spielern in Kontakt und darüber bin ich sehr glücklich.”

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