Reaktor-"Ungetüm" in Schwechat steht

&copy APA
&copy APA
Am Donnerstag um punkt 12.30 Uhr war es soweit: Der 400 Tonnen schwere Gasphasenreaktor der Firma Borealis wurde auf dem für ihn bestimmten, 19 Meter hohen Betontisch in Schwechat abgestellt.

Um 9.00 Uhr war begonnen worden, das Metall-Ungetüm mit zehn Metern Durchmesser von zwei für 800 Tonnen Gewicht ausgelegten Speziallastenkränen der Firma Felbermayr Transport- und Hebetechnik in die Senkrechte zu befördern. „Wir hatten großes Glück mit dem Wetter“, sagte Projektleiter Wolfgang Schellerer. „Es war total windstill.“

Der Reaktor wurde auf den Zentimeter genau, so Schellerer, auf den Betontisch gestellt: „Das ganze Projekt ist vom Transport bis zum Abstellen perfekt verlaufen.“ 400 Tonnen schwere Teile hat der Spezialist Schellerer bereits des öfteren transportiert und an seinen Bestimmungsort gebracht, „aber einen Reaktor mit zehn Metern Durchmesser hatte ich bisher noch nie“.

Der Reaktor war in einer rekordverdächtigen Fahrt, die am 19. Oktober in Belgien begonnen hatte, über den Rhein-Main-Donaukanal nach Wien gebracht worden. Dort wurde er auf zwei Tieflader gehoben, die ihn in der Nacht auf Sonntag die letzte Strecke über die Ostautobahn (A4) zum Borealis-Gelände in Schwechat führten. Zuvor war das 400-Tonnen-Ungetüm bei starkem Wind noch über eine Lärmschutzwand gehievt worden.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Reaktor-"Ungetüm" in Schwechat steht
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.