Reaktionen der Minister auf den Ärzte-Protest an der MedUni Wien

Beim Protest der Ärzte in Wien
Beim Protest der Ärzte in Wien ©APA
Am Dienstag fand in der Bundeshauptstadt ein groß angelegter Ärzteprotest statt. Für Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) ist der aktuelle Ärzteprotest eine Sache zwischen Geschäftsführung und den Ärzten. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) verweist auf eine geplante Gesamtlösung für den klinischen Mehraufwand aller Medizin-Unis.
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Es gehe um Arbeitszeitfragen “die dort zu klären sind”, meinte Ressortchef Stöger am Dienstag vor dem Ministerrat gegenüber von Journalisten.

Stöger: “Arbeitszeitfrage im Krankenhaus regeln”

Stöger fühle sich zuständig für die Versorgung der Patienten und “es sei natürlich die Aufgabe” der Krankenhausleitung qualifiziertes Personal zur Verfügung zu stellen, wenn Patienten Hilfe brauchen. Wenn weniger Ärzte in der Nacht arbeiten, können mehr am Vormittag eingesetzt werden, so seine “Logik”. Jedenfalls sei die Arbeitszeitfrage im Krankenhaus zu regeln.

Generell erklärte Stöger, er arbeite in der Gesundheitsreform daran, dass zwischen Ländern, Sozialversicherung und Bund, die Bedürfnisse des Patienten umgesetzt werden. In diese Richtung wolle er weiter arbeiten.

Ärzte-Protest: Mitterlehner hat Verständnis

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat Verständnis für den Protest der Ärzte am AKH, als “Mittel, um Meinung zu artikulieren”. Er wünscht sich eine Lösung des Problems, “das sicher nicht durch uns entstanden ist”, und sieht dafür das Rektorat der Medizin-Uni Wien gefordert, sagte der Minister, aus dessen Budget die Ärzte bezahlt werden, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Wichtig ist Mitterlehner, dass “Patientenversorgung und Qualität nicht verschlechtert werden”. Ob es mehr Geld für die Medizin-Uni geben wird, ließ der Minister offen. Er verwies darauf, dass derzeit an einer Gesamtlösung für den klinischen Mehrbedarf aller Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie unter Einbeziehung der geplanten neuen Medizin-Fakultät in Linz gearbeitet werde. Dies soll bis 2015 erfolgen. Die derzeitigen Probleme am AKH würden in diesen Prozess einbezogen. Ziel sei “möglichst eine für alle befriedigende Lösung zu erreichen”.

Mehr zum Ärzte-Protest finden Sie hier.

(apa/Red)

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