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Rücktrittsforderung wegen Nacktfotos

EU-Kommissionspräsident Barroso will Aufregungen über angebliche Nacktfotos von Industriekommissar Verheugen und Kabinettchefin Erler am FKK-Strand in Litauen nicht kommentieren.

„Privaturlaube brechen nicht die Regeln der Kommission,“ sagte Laitenberger am Donnerstag vor Journalisten. „Der Präsident hat klar gemacht, dass er aus Respekt vor der Privatsphäre von Menschen deren Privatleben nicht kommentieren will.“

Durch solche Bilder werde nicht die Würde derjenigen in Frage gestellt, die abgebildet sind, sondern die Würde derjenigen, die sie verwenden, betonte der Barroso-Sprecher. Der Ehrenkodex für die Kommissare sei „jederzeit gültig“, dies widerspreche aber nicht dem Verhalten in Privaturlauben.

Um Urlaubsfotos des deutschen Kommissars und seiner Kabinettchefin hatte es bereits im Oktober Aufregung geben. Verheugen hatte den Verdacht, die Bekanntschaft mit Erler habe schon zum Zeitpunkt ihrer Beförderung im April bestanden, als Verleumdung zurückgewiesen. Barroso hatte schon damals gesagt, dass die Beförderung Erlers korrekt war.

Die deutsche CSU-EU-Abgeordnete Gabriele Stauner fordert indes in einer Presseaussendung den Rücktritt Verheugens oder seine Abberufung: „Verheugen muß zurücktreten bzw. von der Bundesregierung abberufen werden. Mit so einem Klotz am Bein kann man nicht in die Ratspräsidentschaft im 1. Halbjahr 2007 starten“.

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