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RB Leipzig mit Neo-Trainer Rangnick klarer Aufstiegsfavorit

Rangnick muss in Leipzig hohe Erwartungen erfüllen
Rangnick muss in Leipzig hohe Erwartungen erfüllen
Die 2. deutsche Fußball-Bundesliga startet am Freitag mit 13 ehemaligen Erstligisten in ihre 42. Saison. Großer Gejagter ist aber trotzdem ein Club, der den erstmaligen Aufstieg anpeilt: RB Leipzig, in dessen Kader mit Stefan Hierländer, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer, Georg Teigl das Gros der insgesamt 20 ÖFB-Legionäre, die im deutschen Unterhaus engagiert sind, steht.


Dank der Millionen von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz verstärkte sich der Fünfte der abgelaufenen Saison so sehr, dass er nun unter Neo-Trainer Ralf Rangnick als klarer Titelfavorit gilt. In einer dpa-Umfrage erklärten gleich elf Coaches die Leipziger zum Anwärter Nummer eins auf den Aufstieg, “mit den Möglichkeiten, die sie haben”, wie Karlsruhes Markus Kauczinski meinte. Den im Juni in der Bundesliga-Relegation nur knapp gescheiterten KSC, der im Sommer Ex-ÖFB-Teamstürmer Erwin Hoffer verpflichtete, hat dagegen kaum jemand auf der Rechnung.

“Natürlich träumen wir alle von der ersten Bundesliga, aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg”, betonte Leipzig-Stürmer Marcel Sabitzer. Sein Teamkollege Stefan Ilsanker sieht es ähnlich. “Wir haben eine sehr junge und sehr hungrige Truppe und alle haben das Ziel, bald in der höchsten Spielklasse zu spielen. Dafür werden wir uns 34 Spiele zerreißen”, versprach der 26-jährige.

“Aufgrund unseres niedrigen Altersschnitts bin ich einer der Spieler mit der meisten Erfahrung. Ich habe in den letzten zwei Jahren vier Titel mit Salzburg geholt, international gespielt und bin österreichischer A-Nationalspieler. Mit dieser Erfahrung will ich der Mannschaft weiterhelfen und Verantwortung übernehmen”, erklärte Ilsanker.

Ein gewichtiges Wort um den Aufstieg will der 1. FC Kaiserlautern mitreden. Der neue Club des 23-jährigen Salzburgers Stipe Vucur verpasste zuletzt zweimal in Folge als Vierter die Relegation nur knapp. Nun soll mit einem Sieg im Auftaktspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) beim Aufsteiger MSV Duisburg der erste Schritt in Richtung Bundesliga getan werden.

Auch der 1. FC Nürnberg möchte mit den beiden ÖFB-Legionären Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf diesmal oben mitspielen. Gleiches gilt für Fortuna Düsseldorf, die mit den österreichischen Mittelfeldspielern Michael Liendl und Christian Gartner zuletzt ebenfalls nur Mittelmaß war. Neben diesen von den Trainern auserkorenen vier Topkandidaten wird es “sicherlich wieder Überraschungsmannschaften geben, die ganz vorne mitmischen”, ist Rangnick überzeugt. “Wer hatte denn in der letzten Saison Darmstadt und Ingolstadt ganz oben erwartet?”

Sogar Union Berlin, Arbeitgeber von Ex-Rapidler Christopher Trimmel, sieht der Leipzig-Coach neben Nürnberg, Braunschweig, Karlsruhe, Kaiserslautern und Bundesliga-Absteiger Freiburg “im engeren Favoritenkreis”. Auf die eigenen Ziele angesprochen meinte der ehemalige Sportdirektor von Red Bull Salzburg: “Wir wollen versuchen, das maximale Ziel mit unserem jungen und hungrigen Team zu erreichen.”

Der TSV 1860 München mit ÖFB-Torjäger Rubin Okotie wäre dagegen schon mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld zufrieden, nachdem zuletzt in einer dramatischen Relegation der Abstieg in die dritte Liga gerade noch abgewandt worden war. “Wir wollen eine ruhigere Saison spielen als im letzten Jahr”, lautete deshalb die Zielsetzung von Löwen-Trainer Torsten Fröhling. Auch Stürmer Robert Zulj hofft diesmal mit Greuther Fürth auf eine sorgenfreie Saison. Für Marco Knaller und Stefan Kulovits ist dagegen der Klassenerhalt mit dem SV Sandhausen das erklärte Saisonziel.

Innenverteidiger Niklas Hoheneder wechselte von Leipzig zum Bundesliga-Absteiger Paderborn, der im Sommer mit Dominik Wydra noch einen weiteren Österreicher verpflichtete. Wydras U21-Teamkollege Michael Gregoritsch erhielt dagegen nach seinen Leistungen als Leihspieler in der abgelaufenen Saison einen Fixvertrag in Bochum. Der steirische Stürmer soll sich nun noch mehr ins Rampenlicht spielen, sein Trainer Gertjan Verbeek wünscht sich schließlich “attraktiven Fußball mit möglichst vielen Toren”.

Der erst 20-jährige Kärntner Lukas Gugganig wechselte im Sommer zum FSV Frankfurt. Dort will der U21-Team-Innenverteidiger unter dem ehemaligen RB-Leipzig-Trainer Thomas Oral den nächsten Entwicklungsschritt machen. Für die Frankfurter steht gleich zum Auftakt am Samstagnachmittag (ab 15.30) vor eigenem Publikum die Bewährungsprobe gegen den favorisierten Red-Bull-Club auf dem Programm.

Überblick über die in der 2. deutschen Bundesliga engagierten ÖFB-Legionäre (20): Christopher Trimmel (Union Berlin), Michael Gregoritsch (VfL Bochum), Christian Gartner, Michael Liendl (beide Fortuna Düsseldorf), Lukas Gugganig (FSV Frankfurt), Robert Zulj (SpVgg Greuter Fürth), Stipe Vucur (1. FC Kaiserslautern), Erwin Hoffer, Ylli Sallahi (beide Karlsruher SC), Stefan Hierländer, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer, Georg Teigl (alle RB Leipzig), Rubin Okotie (1860 München), Guido Burgstaller, Alessandro Schöpf (beide 1. FC Nürnberg), Niklas Hoheneder, Dominik Wydra (beide SC Paderborn), Marco Knaller, Stefan Kulovits (beide SV Sandhausen)

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