Razzien bei Bauunternehmen in Wien und Co.: Verdacht auf Preisabsprachen

Baukonzerne, darunter Strabag und Porr, wurden das Ziel von Razzien
Baukonzerne, darunter Strabag und Porr, wurden das Ziel von Razzien ©APA/HELMUT FOHRINGER
Wegen des Verdachts auf mögliche Preisabsprachen in der heimischen Baubranche ist es am Mittwoch und am Donnerstag unter anderem in Wien zu groß angelegten Razzien gekommen.

Das berichten “Kurier” und “Der Standard” am Donnerstag online. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft habe am Donnerstag laut Zeugenaussagen bei 20 namhaften Tiefbauunternehmen bzw. Standorten umfangreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt, heißt es im “Kurier”-Bericht.

Verdacht auf illegale Preisabsprachen beim Bau von Autobahnen

Im Mittelpunkt steht der Verdacht auf illegale Preisabsprachen beim Bau von Autobahnen und Landstraßen. Unter anderem geht es um ein Projekt auf der A9. Der mutmaßliche Schaden wird laut Hausdurchsuchungsbefehl auf 100 Mio. Euro geschätzt. Die Razzien sollen von einem ehemaligen Manager eines Erdbauunternehmens ausgelöst worden sein, der angeblich ausgepackt hat.

Stellungsnahme des Baukonzerns Porr

Der Baukonzern Porr gab dazu gegenüber dem “Kurier” folgende Stellungnahme ab: “Gestern wurden an vier TEERAG-ASDAG und Porr Standorten Hausdurchsuchungen wegen des Vorwurfs rechtswidriger Absprachen durchgeführt. Zum aktuellen Zeitpunkt können wir zu den internen Vorkommnissen noch keine qualifizierte Aussage tätigen, da es sich um Projekte von lokalen Einheiten handelt. Wir haben umgehend die interne Prüfung der Sachlage veranlasst und kooperieren selbstverständlich vollumfänglich mit den Behörden.”

Strabag bestätigt Razzien

Die Strabag bestätigte der APA auf Nachfrage: “Es ist richtig, dass in unseren Niederlassungen in Wien und Spittal a. d. Drau gestern, Mittwoch, Hausdurchsuchungen stattgefunden haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden wir gebeten, die Recherchen durch die Herausgabe von Dokumenten zu unterstützen – ein Ersuchen, dem wir natürlich nachkommen. Wir bitten um Verständnis, dass wir dies nicht weiter kommentieren werden.”

(apa/red)

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