Rauchverbot: Wiener Wirtevertreter kritisiert Gang zum VfGH

Mündige Bürger" sollten selbst wählen. / Symbolbild
Mündige Bürger" sollten selbst wählen. / Symbolbild ©APA/HELMUT FOHRINGER
Die Wiener Wirtevertreter ärgern sich über den Weg, den Wien wegen des Rauchergesetztes zum Verfassungsgerichtshof beschreitet. Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Peter Dobcak und Kaffeehäuser-Vertreter Wolfgang Binder lehnen die Klage entschieden ab.

Sie kritisierten eine “erneute Kehrtwendung”. “Der Gastronomie liegt der Nichtraucherschutz am Herzen, das steht außer Frage. Wir sind aber weiterhin überzeugt, dass der mündige Bürger selbst wählen kann, ob er ein Raucherlokal aufsuchen möchte oder nicht”, befand Binder. Auch seien Konflikte mit den Anrainern vorprogrammiert, wenn Raucher aus den Lokalen verdrängt würden.

“Und das Argument, dass sich die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und somit ihre Arbeitsbedingungen nicht aussuchen könnten, ist in Zeiten wie diesen quasi nicht vorhanden. Denn Mitarbeiter werden in der Gastronomie händeringend gesucht und somit kann jeder sich sehr wohl aussuchen, ob er oder sie in einem rauchfreien oder einem Raucherbetrieb arbeiten möchte”, fügte Dobcak hinzu.

Man wolle endlich Rechtssicherheit: “Es soll nicht laufend auf dem Rücken der Gastronomie ein ideologischer Streit ausgetragen werden. Wir möchten uns aber auf politische Aussagen verlassen und uns endlich wieder in Ruhe auf unsere eigentliche Kerntätigkeit konzentrieren können.”

Die Wiener NEOS zeigten sich hingegen erfreut: “Wir begrüßen die Klage gegen die Aufhebung des geplanten Rauchverbots in der Gastronomie, die die WienerLandesregierung beim Verfassungsgerichtshof einbringen wird”, erklärte Klubchefin Beate Meinl-Reisinger in einer Aussendung.

APA/red

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