Raucher für nicht-rauchende Kollegen unproduktiv

Konflikten kann durch transparente Pausen-Regelung der Arbeitgeber vorgebeugt werden.

Rauchende Mitarbeiter sind immer mehr nicht-rauchenden Kollegen und vielen Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Einer aktuellen Studie zufolge ist fast die Hälfte der Arbeitnehmer davon überzeugt, dass ihre rauchenden Kollegen aufgrund häufiger Pausen weniger arbeiten als sie selbst. Ein ähnliches Bild kristallisiert sich bei den Unternehmenslenkern heraus. So gibt jeder zweite Chef festgelegte Pausenzeiten vor.

Nichtraucher oft neidisch

Das Thema Rauchen polarisiert. Gibt es keine klaren Richtlinien, die Rauchpausen regeln, kommt es zu Problemen. Während Nichtraucher an ihren Arbeitsplätzen sitzen bleiben müssen, können sich Raucher entfernen. Raucherterrassen und Raucherzimmer seien zudem ein Ort der Kommunikation, von dem Nichtraucher ausgeschlossen sind. Dies schürt verständlicherweise den Neid der nichtrauchenden Kollegen.

Ein detaillierter Blick auf die Zahlen der insgesamt 502 befragten Arbeitnehmer sowie 116 interviewten Arbeitgeber relativiert das Bild. Denn zehn Prozent der Angestellten sind zwar der Meinung, dass Raucher wenig weiterbringen, sagen jedoch auch, es sei deren gutes Recht, Rauchpausen einzulegen. Der Ablehnung vieler Mitarbeiter stehen 43 Prozent der Kollegen gegenüber, die in Rauchpausen einen förderlichen Einfluss auf die Produktivität sehen.

Rauchpausen erhöhen Produktivität

Kritiker eines von Arbeitgebern verordneten strikten Rauchverbots führen in der Diskussion um Rauchpausen als Argument dafür an, dass diese zur Entspannung beitragen und darüber hinaus eine wichtige kommunikative Funktion haben. Dieser Meinung sind rund 14 Prozent der befragten Angestellten. Schließlich könnten Besprechungen auf kurzem Wege und nicht zuletzt in gelöster Atmosphäre erledigt werden. Viele Arbeitgeber hingegen denken anders.

Während etwa 50 Prozent der Unternehmen Rauchpausenzeiten vorgeben, um häufige Rauch-Timeouts zu vermeiden, sprechen sich fünf Prozent der Chefs für ein generelles Rauchverbot aus. Vertrauen in das eigenverantwortliche Zeitmanagement der Mitarbeiter hat hingegen nur etwas mehr als ein Drittel. Den Angestellten wird es überlassen, sich ihre Rauchpausen selbst einzuteilen. In jedem elften Unternehmen dürfen Mitarbeiter auch am Arbeitsplatz rauchen.

Spannungen zwischen Rauchern und Nichtrauchern sollte man also mit klar geregelten Pausenzeiten begegnen. So haben Raucher wie Nichtraucher gleichermaßen die Möglichkeit zu kurzen Erholungsphasen, die jeder individuell nutzen kann. Experten zufolge spielt es keine Rolle, ob die Zeit für eine Tasse Kaffee oder anderes genutzt wird, denn letztlich profitiert der Arbeitgeber von transparenten Pausen-Regelungen.

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