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Raubvorwurf gegen Wiener Gangsta-Rapper Nazar vom Tisch

Der Vorwurf gegen Rapper Nazar, einen bewaffneten Raubüberfall verübt und dabei 30 Euro erbeutet zu haben, ist vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft hat diese Anschuldigung gegen den 25-Jährigen jetzt fallen gelassen.

“Wir konnten mit Hilfe eines Augenzeugen und einer Rufdaten-Rückerfassung nachweisen, dass das vorgebliche Opfer bewusst falsch ausgesagt hat”, berichtete Nazars Verteidiger Roland Friis.

Die Anklagebehörde habe aufgrund dieser Beweislage die Anzeige wegen schweren Raubes zurückgelegt, sagte Friis. Nazar war am Morgen des 4. April von der Polizei festgenommen worden. Bis Anfang Mai musste er im Gefängnis “dunsten”, ehe erste Zweifel an dem angeblichen Raub zu seiner Entlassung aus der U-Haft führten.

Nazar – der gebürtige Iraner ist in Wien-Favoriten aufgewachsen, die Texte des Rappers sind von seiner “Street Life”-Jugend und damit verbundenen Gewalterfahrungen geprägt – war gegen 4.15 Uhr in der Nähe eines Taxistandplatzes in der Neilreichstraße einem Bekannten begegnet. Die ehemals befreundeten Männer lieferten sich sofort ein hitziges Wortgefecht – seit geraumer Zeit war man nicht mehr gut aufeinander zu sprechen.

“Im Zuge der Auseinandersetzung hat mein Mandant eine Pistole gezogen und den anderen damit geschlagen. Er hat ihn auch bedroht”, so der Rechtsbeistand des Musikers. Während für Nazar der Disput damit erledigt war und er sich zu einem Freund begab, um sich schlafen zu legen, sei sei Kontrahent zur Polizei marschiert und habe dort fälschlicherweise zu Protokoll gegeben, vom 25-Jährigen mit angehaltener Pistole zur Herausgabe von Bargeld gezwungen worden zu sein, stellte Friis fest.

Wenige Stunden später klickten für Nazar die Handschellen. “Die Polizei hat ihn aufgeweckt. Er ist aus allen Wolken gefallen”, erinnerte sich sein Rechtsvertreter. Jetzt sei der Rapper natürlich erleichtert, dass ihm ein Verfahren wegen schweren Raubes erspart bleibt: “Bei einer Verurteilung wären fünf Jahre Haft die Mindeststrafe gewesen!”

Die Staatsanwaltschaft wird gegen den 25-Jährigen in den kommenden Wochen vermutlich einen Strafantrag wegen gefährlicher Drohung einbringen. Im Fall eines Schuldspruchs ist von einer Bewährungsstrafe auszugehen.

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