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Rassismus: Gezielte Kontrollen im Verkehr diskriminieren Migranten

Bei den Wiener Linien gibt es die kritisierten Kontrollen nicht.
Bei den Wiener Linien gibt es die kritisierten Kontrollen nicht. ©Wiener Linien/ Johannes Zinner
Für Migranten sei es Alltag, in den Öffis aufgrund ihres Aussehens "verdachtsunabhängig" kontrolliert zu werden, so ein Experte. Sie fahren deshalb in vielen Fällen lieber mit dem Auto. Doch auch im Straßenverkehr sind sie vor gezielten Kontrollen nicht sicher.
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Die Wirkung des gezielten Kontrollierens von Migranten sei verheerend, kritisierte der deutsche Anti-Rassismus-Experte Mark Terkessidis bei einer Diskussion des ÖAMTC am Dienstag in Wien. Zum einen würden Migranten dadurch sichtbar gemacht, zum anderen werde den Beobachtern das Gefühl gegeben, dass sie sich vor diesen Personen verstärkt in Acht nehmen müssten. Das Bewusstsein für diese Form der Diskriminierung sei in den deutschsprachigen Ländern Europas bisher jedoch gering, brachte er es in einem Impulsreferat auf den Punkt. Vor allem männliche Migranten würden verstärkt mit Delinquenz in Verbindung gebracht.

Kein Ethnic Profiling bei den Wiener Linien

Dieses Vorgehen gebe es bei den Wiener Linien so nicht, sagte Karlheinz Klausner, Referatsleiter Kontrolle und Kundenservice. Jede der rund 18.000 Fahrscheinkontrollen solle ruhig und respektvoll ablaufen, darauf werde Wert gelegt. Weiter verbessern wolle man das eigene Verhalten unter anderem durch eine Schulung, die die Wiener Linien mit dem Verein Zara durchführen. Es gehe auch darum, das eigene Verhalten zu reflektieren, erklärte Dina Malandi von der Beratungsstelle.

Gezielte Kontrollen im Straßenverkehr

Vor diskriminierend anmutenden Kontrollen schütze aber auch das Auto nicht, sagte Schauspieler und Menschenrechtsaktivist Patrick Bongola. Es gebe schließlich auch Verkehrskontrollen, und auch bei der Exekutive gebe es schwarze Schafe. Mit den Worten “Ich weiß ja nicht, wie man bei Ihnen fährt, aber wir hier…” ziehe man beispielsweise eine Grenze zwischen zwei Gruppen und suggeriere Menschen, dass sie nicht dazugehörten. Und jeder Vorgang, mit dem zwischen “uns” und “ihnen” unterschieden werde, sei Rassismus, so Terkessidis. Der Exekutivbeamte Uwe Sailer gab an, dass rund ein Drittel der Polizisten rassistisch eingestellt sei.

“Rassismus wirkt auf die Mobilität der Migranten”, fasste ÖAMTC-Vizedirektor Christoph Mondl die Diskussion zusammen, der Verband werde sich damit beschäftigen. Theodora Manolakos vom Wiener Integrationsmonitoring gab zu bedenken, dass es auch um die soziale und kulturelle Mobilität der Menschen gehe. (APA)

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