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Rasen Reloaded: Ridge Racer 2 PSP

Nachdem zum Launch der Playstation Portable auch die renommierte Ridge Racer Serie Einzug auf Sonys Wunderkästlein hielt, waren die Gesichter lang und die Enttäuschung groß.

Zu unfertig wirkte der Edelracer, wurde dem Ruf der Serie nicht gerecht, vorschnell zum Launch der PSP released, hieß es damals.

Nun präsentiert uns Sony mit Ridge Racer 2 gewissermaßen eine Reloaded Version des Racegames, und diesmal wird es jeden Zweifler vom Hocker reißen, soviel sei schon einmal verraten. Die Ridge Racer Serie genoss schon auf der Sony TV Konsole eine treue Anhängerschaft und wusste mit effektvollen Arcade Rennen und einer coolen Präsentation auch Autorenn-Muffel wie mich zu begeistern.

Flotte Drifts laden Energieleisten auf, die zum Turboboosten genutzt werden können, so lässt sich das Prinzip von Ridge Racer auf wenige Worte eindampfen. Das Geschwindigkeitsgefühl war in allen Teilen auf allen technischen Plattformen ein enormes, und dem trägt Ridge Racer 2 für die PSP nun endlich auch Rechnung.

Doch nicht nur qualmende Reifen, auch eine geniale Präsentation sind seit jeher Markenzeichen der Ridge Racer Serie. So protzt auch der aktuelle PSP Titel mit einem perfekt gerenderten Intro und technisch aufwändigen Menüs. Vor den Rennen sorgt ein FlyBy über spezielle Streckenabschnitte für herunterklappende Kinnladen. Was hier in punkto Detailgrad und Lichteffekten geboten wird, übertrifft die Optik sämtlicher Rennspiele, die bisher auf Sonys PSP zu sehen waren. Die Edelracer, die ein wenig aus der Zukunft zu stammen scheinen, machen einen guten Eindruck und überzeugen durch schöne Texturen und Reflexionen. Für den technisch überzeugenden Gesamteindruck sorgen auch bewegte Streckenrandobjekte wie etwa Flugzeuge oder Hubschrauber und sehenswerte Elemente wie Wasserfälle, Höhenfeuerwerke oder das Blitzlichtgewitter der Zuschauer.

Gentlemen, start your Engines

Gefahren wird entweder aus der rasanten Egoperspektive oder aus der Verfolgeransicht. Kontrolliert wird das Spiel in typischer Ridge Racer-Manier. Fans der Serie werden keinerlei Probleme haben, sich zurecht zu finden. Gelenkt wird wahlweise per Steuerkreuz oder Analogstick, während mit den Fronttasten Gas gegeben und gebremst wird. Typisch für die Serie kleben die Renner physikalisch völlig unkorrekt auf dem Asphalt, um bei einem kurzen Antippen der Bremse und Einlenken physikalisch umso korrekter um die Kurve zu driften. Ein gelungener Drift wird mit Punkten in der Energieleiste belohnt, Crashes kosten nur Geschwindigkeit. Wenn eine der drei oder gar alle Nitroleisten auf diese Weise gefüllt sind, geht’s erst so richtig ab. Mittels Druck auf die rechte Schultertaste wird für eine begrenzte Zeit ein Nitro-Boost ausgelöst, der ein schier wahnwitziges Geschwindigkeitsgefühl nach sich zieht. Aber auch hier klebt der Bolide gut auf der Straße, Könner boosten sich auf diese Weise durch das ganze Rennen und lassen die KI Opponenten klar hinter sich.

Brachialer Fuhrpark

Nach gewonnenen Rennen werden nicht nur neue Strecken freigeschaltet, auch der Fuhrpark wächst auf diese Weise. Startet man anfang noch in Rennern, die für 200 km/h gut sind, düsen die Upper-Class Boliden mit an die 300 über die Piste. Nach den mehr oder weniger gut abgeschlossenen Rennen dürfen Replays bestaunt oder auf diese Weise Fehler analysiert werden. Die Vids lassen sich auch auf dem Memorystick speichern, um später damit protzen zu können.

Duelle all over the World

Die sogenannte „Welt-Touren“ genannte Karriere motiviert. Hier startet der Spieler aus der letzten Reihe und muss sich über die Rennserie immer weiter an die Spitze kämpfen. Ein weiteres Highlight sind die Duelle gegen ausgewählte KI-Fahrer mit freier Strecken und Fahrzeugwahl. Daneben winkt arcade-typisch ein Checkpoint Rennen mit fixen Zeitvorgaben für bestimme Streckenabschnitte und klassische Zeitrennen. Wer damit noch nicht genug hat, rast gegen menschliche Gegner im überzeugenden Multiplayermodus via Wireless-Verbindung

Fazit:

Ridge Racer 2 auf der PSP bleibt den Idealen der Serie treu – like or hate it. Simulationsfreaks wird jedenfalls ob der übertriebenen Präsentation das eine oder andere Haar zu Berge stehen. Ich meine: Das Prinzip passt zur PSP für einen Zock für Zwischendurch, wenngleich ich mich schon sehr auf das lange angekündigte deutlich simulations-lastigere Gran Turismo für die PSP freue. Technisch ist Ridge Racer 2 jedenfalls derzeit einer der überzeugendsten Titel für Sony´s Kleinsten. Eine klare Kaufempfehlung für alle Arcade-Racegame-Freaks!

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