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Rapids Chance in Tel Aviv: "Schnell nach vorne spielen"

Peter Pacult: "Abgerechnet wird erst nach sechs Spielen"
Peter Pacult: "Abgerechnet wird erst nach sechs Spielen" ©APA
Für den SK Rapid geht es am Donnerstag (21.05 Uhr) um den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg aus der Gruppenphase der Europa-League. Die Wiener führen die Tabelle in Pool C an, bereits ein Auswärtspunkt gegen Hapoel Tel Aviv ließe eine Endplatzierung unter den Top Zwei wieder ein Stück näher rücken.
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Doch auch die Israelis machen sich berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen, immerhin haben sie nach dem 2:1 gegen Celtic und dem 2:4 in Hamburg auch schon drei Zähler auf dem Konto. “Das ist eine sehr kompakte Mannschaft, die gutes Pressing spielt und versucht, weit vorne zu stören”, warnte Trainer Peter Pacult.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Wiener von den technischen Fertigkeiten des israelischen Vizemeisters. “Sie schlagen keinen Ball weg, setzen mit zwei sehr offensiven Außenverteidigern voll auf Kurzpassspiel und gehen selten in ein Dribbling”, meinte Pacult. Doch auch die kämpferische Komponente kommt bei den Israelis nicht zu kurz. “Sie haben Rapid-Tugenden. Nach einem Rückstand lassen sie sich nicht beirren und kämpfen weiter.”

Bei allem Respekt vor Hapoel werde Rapid aber nicht in Ehrfurcht erstarren. “Wir haben den Gegner genau analysiert und wissen bescheid, doch in erster Linie richten wir uns nach unseren Stärken aus. Es wird darauf ankommen, wie wir uns im Ballbesitz verhalten”, betonte Pacult, der “von der Charakteristik her” eine andere Partie als gegen den HSV und Celtic erwartet, weil die ersten beiden Europa-League-Kontrahenten vor allem auf ihre physische Stärke bauen.

Der 49-Jährige hat auch die eine oder andere Schwäche beim aktuellen Sechsten der israelischen Liga ausgemacht. “Vielleicht ist ihr Manko, dass sie ein bisschen verspielt sind, wenig aus der zweiten Reihe schießen und nicht allzu kopfballstark sind.” Auch in der Defensive könnte Hapoel zu knacken sein. “Unsere große Chance liegt im schnellen Spiel nach vorne.”

Im Falle eines vollen Erfolges könnte Rapid möglicherweise schon mit einem Heimsieg im “Rückspiel” am 5. November im Wiener Happel-Stadion den Einzug in die Runde der letzten 32 fixieren. Mit solchen Gedankenspielen will sich Pacult, der auf den verletzten Markus Heikkinen verzichten muss, im Moment aber nicht beschäftigen: “Daran denke ich überhaupt nicht. Abgerechnet wird erst nach sechs Spielen.”

Der Meistermacher von 2008 reiste mit seiner Truppe bereits am Montag nach Tel Aviv, um sich auf die weit höheren Temperaturen einzustellen. Auf einen Hexenkessel muss sich Rapid allerdings nicht gefasst machen – zum einen, weil beim Anpfiff deutlich weniger als 30 Grad prognostiziert werden, und zum anderen, weil im rund 15.000 Zuschauer fassenden Bloomfield Stadium nur 10.000 Fans (darunter 700 aus Österreich) erwartet werden.

Mögliche Aufstellungen:
Europa League/Gruppe C/3. Runde: Hapoel Tel Aviv – SK Rapid
Bloomfield Stadium, 21.05 Uhr/live Sky, SR Kristinn Jakobsson/ISL

Hapoel: Enyeama – Bondarv, Zehavi, da Silva, Ben Dayan – Natcho, Shechter, Yadin, Vermouth – Vucicevic, Yeboah
Ersatz: Abarbanel – Kende, Shish, Zandberg, Menteschaschwili, Lala, Duani
Es fehlt: Badir (gesperrt)

Rapid: Payer – Dober, Patocka, Soma, Katzer – Hofmann, Kulovits, Boskovic, Pehlivan, Drazan – Jelavic
Ersatz: Hedl – Jovanovic, Schößwendter, Kavlak, Trimmel, Konrad, Salihi
Es fehlt: Heikkinen (Adduktoren-Einriss), Eder (Fußentzündung im Fersenbereich)

Parallel-Spiel: Celtic – Hamburger SV (21.05 Uhr)

 

Tabelle:
 1. SK Rapid Wien      2   1 1 0   4:1  4
 2. Hamburger SV       2   1 0 1   4:5  3
 3. Hapoel Tel Aviv    2   1 0 1   4:5  3
 4. Celtic Glasgow     2   0 1 1   2:3  1

Der weitere Spielplan:
 5. November, 19.00: HSV – Celtic, Rapid – Hapoel
 2. Dezember, 21.05: Celtic – Hapoel, HSV – Rapid
17. Dezember, 19.00: Hapoel – HSV, Rapid – Celtic

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