Rapid will sechsten Sieg in Serie

Boskovic soll wieder für Akzente sorgen
Boskovic soll wieder für Akzente sorgen ©APA
Am Sonntag im Topspiel gegen Sturm Graz soll im ausverkauften Hanappi-Stadion ein Sieg her, um an Tabellenführer Red Bull Salzburg (Samstag in Kapfenberg) dran zu bleiben.

Die Wiener haben vor 17.500 Zuschauern zwei tolle Serien zu verteidigen. Zuletzt gab es in der Meisterschaft fünf Siege in Serie (Torverhältnis 17:3) und vor eigenem Publikum sind die Hütteldorfer gar schon seit 21 Runden bzw. dem 1. Dezember 2007 (1:3 gegen Salzburg) ungeschlagen. “Es läuft derzeit sehr gut, vorne schießen wir die Tore, hinten stehen wir gut”, sagte Rapid-Abwehrspieler Jürgen Patocka.

Das soll sich auch gegen die Steirer, gegen die die Wiener eine ausgeglichene Saisonbilanz haben (1 Sieg/1 Remis/1 Niederlage), nicht ändern. “Wir haben einen positiven Lauf, da die Mannschaft über das ganze Jahr hinweg gut arbeitet. Jeder drängt sich auf”, meinte Coach Peter Pacult. Der Rapid-Trainer hat das zuletzt fehlende Top-Sturm-Duo Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer wieder zur Verfügung, bangt aber noch um den Einsatz von Mittelfeldspieler Markus Heikkinen. “Bei ihm wird es sehr, sehr eng”, verriet Pacult.

Trotz des komfortablen Sieben-Punkte-Vorsprungs auf die drittplatzierte Austria will der Meister seine Zielsetzung noch nicht nach oben schrauben. “Unser Ziel bleibt weiterhin ein internationaler Platz”, betonte Pacult einmal mehr. Deshalb gelte es am Sonntag einen direkten Konkurrenten in Schach zu halten. Die Situation beim Tabellenführer Salzburg, wo Coach Co Adriaanse im Sommer gehen muss, hat für den Wiener keine Bedeutung. “Das beschäftigt mich nicht, aber es war nicht überraschend”, sagte Pacult.

Vor dem Gegner hat der Tabellenzweite großen Respekt. “Selbstverständlich kann uns Sturm gefährlich werden, sie haben eine gute Mannschaft mit Qualitätsspielern in jeder Formation”, kennt der Rapid-Coach die Stärken der Grazer. Seine Truppe müsse daher für drei Punkte eine sehr, sehr gute Leistung bringen. “Dass sie nicht so gut ins Frühjahr gestartet sind, wie sie sich das erhofft haben, wissen sie auch, aber das beschäftigt uns nicht”, so Pacult.

Die Grazer haben seit der Saisonfortsetzung im Februar erst einmal – und das noch dazu glücklich mit 1:0 gegen Mattersburg – gewonnen und zweimal Remis gespielt, aber schon vier Niederlagen kassiert. Trotzdem ist Coach Franco Foda mit der Zwischenbilanz nach 28 Runden (Platz 4/47 Punkte) zufrieden. “Wir sind sehr, sehr gut unterwegs”, meinte der Deutsche. Auf die Austria fehlen Mario Haas und Co. bei einem besseren Torverhältnis immerhin auch nur drei Zähler.

Obwohl mit ÖFB-Teamspieler Daniel Beichler eine Stütze ausfällt und Andreas Hölzl (angeschlagen/Einsatz unsicher) sowie Samir Muratovic (zuletzt krank) zuletzt nicht voll trainieren konnten, fahren die Steirer guten Mutes in Österreichs Hauptstadt. “Die Rapidler müssen das Spiel gewinnen, um ihre theoretische Chance auf den Meistertitel zu wahren”, sieht Foda den größeren Druck aufseiten des Rekordmeisters. Dass die Wiener, die einige Spieler mit “absoluten Führungsqualitäten” haben, acht Runden vor Saisonende noch im Titelrennen sind, kam für den ehemaligen Sturm-Kicker nicht überraschend. “Es war mir von Anfang an klar, dass sie die einzige Mannschaft sein werden, die Salzburg gefährlich werden kann”, sagte Foda.

An den bisher letzten Sieg in Hütteldorf denken die Steirer noch heute gerne zurück, feierten sie am 15. September 2007 doch einen furiosen 5:1-Erfolg. “Bei Sturm – Rapid ist immer alles möglich, das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Das war damals aber eine ganz andere Mannschaft, das kann man mit heute nicht mehr vergleichen”, betonte Foda. Der letzte Auswärtssieg der Grazer liegt auch schon länger zurück, am 12. November 2008 gab es beim LASK (3:0) zuletzt in der Fremde drei Zähler.

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Rapid will sechsten Sieg in Serie
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen