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Rapid Wien feiert glücklichen 1:0-Auftaktsieg gegen Ried

Rapid Wien feierte im 1. Spiel der neuen Bundesliga-Saison einen 1:0-Sieg gegen Ried
Rapid Wien feierte im 1. Spiel der neuen Bundesliga-Saison einen 1:0-Sieg gegen Ried ©Photo: GEPA pictures/ Michael Meindl
Rapid hat zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison nach einer lange durchwachsenen Vorstellung einen 1:0-Sieg gegen die SV Ried gefeiert. Für die Hütteldorfer war es ein Motivationsschub vor dem Rückspiel in der Conference-League-Quali gegen Lechia Gdansk.
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13.800 Zuschauer wollten den ersten Liga-Auftritt von Rapid Wien sehen. Feldhofer setzte vier Tage vor der Partie in Polen (Hinspiel 0:0) mit Dragoljub Savic und Nikolas Sattlberger auf zwei Startelf-Debütanten. Emanuel Aiwu plagte Fieber, der angeschlagene Yusuf Demir stand wie Patrick Greil (beide Adduktoren) ebenfalls nicht im Aufgebot. Bei den Riedern feierte der vom FAC zurückgekehrte David Ungar in der Innenverteidigung seinen Einstand im Oberhaus.

Ried lässt nur wenig zu

Rapid wollte schnell ein Zeichen setzen, die organisierten Innviertler ließen aber kaum etwas zu. Der Ex-Rieder Marco Grüll zog einmal nach innen, sein Abschluss ging deutlich vorbei (6.). Dann waren schon die Gäste am Zug. Julian Wießmeier tauchte in der 8. Minute erstmals gefährlich vor Niklas Hedl auf, ehe ein Freistoß von Stefan Nutz an Freund und Feind vorbei an die Stange klatschte (13.). Rapids Siegesserie gegen Ried - es sollte am Ende der 14. Heimerfolg in Folge werden - wackelte kräftig.

Ried ließ sich auch vom frühen Ausfall von Mittelfeldmann Nikola Stosic, der sich offenbar am Knie verletzte, nicht aus dem Konzept bringen. Die Heinle-Elf kombinierte gefällig und ballsicher, ließ Rapid mitunter laufen und hatte vor der Pause noch zwei große Möglichkeiten. Kapitän Marcel Ziegl war nach einem Freistoß frei, setzte den Kopfball aber knapp neben die Stange (40.). Tief in der Nachspielzeit schloss Nutz zu zentral auf Hedl ab.

Die Hütteldorfer boten offensiv nur Stückwerk, der kaum eingebundene Guido Burgstaller machte vergeblich Meter. Eine klare Chance konnte sich Rapid nicht erarbeiten. Beim Gang in die Kabinen sah Feldhofer nach einem Disput mit Rieds Spielern noch Gelb, nachdem diese den Ball nicht ins Out gekickt hatten, als ein Rapidler am Boden lag.

"Joker" Zimmermann entscheidet das Spiel für Rapid Wien

Feldhofer reagierte auf die Vorstellung seines Teams nach einer knappen Stunde. Nicolas Kühn und Zimmermann sollten die Offensive anstelle der wirkungslosen Savic und Knasmüllner beleben. Es sollte umgehend gelingen: Zimmermanns Abschluss kullerte am Tor vorbei (61.), Grüll scheiterte am bis dahin nicht geprüften Ried-Keeper Samuel Sahin-Radlinger (63.). Burgstaller visierte das kurze Eck an, Sahin-Radlinger ebenso wieder da (68.) wie pünktlich zu Beginn der Rapid-Viertelstunde gegen Zimmermann.

Ried hätte den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Nach einem Patzer im Wiener Spielaufbau hatte der eingewechselte Denizcan Cosgun Platz und hämmerte den Ball an die Innenstange. Praktisch im Gegenstoß beendete Zimmermann die Torsperre: Nach einem schwachen ersten Kontakt verschaffte sich der Stürmer im Strafraum Raum und schloss platziert ab. Rapid vergab durch Kühn und Zimmermann noch beste Chancen auf das 2:0.

Reaktionen zum 1:0-Sieg von Rapid Wien

Ferdinand Feldhofer (Rapid-Trainer): "Pflicht erfüllt, unterm Strich wird in zwei, drei Tagen keiner mehr fragen, wie wir die drei Punkte gemacht haben. Man kann sagen nach den ersten 60 Minuten war es ein glücklicher Sieg, aber am Ende war er verdient. Wir haben uns das Leben wie in den ersten zwei Spielen schwer gemacht, bei der Chancenverwertung gibt es Verbesserungspotenzial. Wir haben etwas riskiert mit der Rotation, mit Zimmermann und Kühn hatten wir etwas zum Nachlegen. In den letzten 30 Minuten waren wir klar besser."

Christian Heinle (Ried-Trainer): "Es ist extrem bitter. Ich kann mich nicht erinnern, wann Ried bei Rapid so viele Torchancen hatte. Wir hatten einige Hochkaräter, müssen zur Halbzeit führen. Bei der Szene vor dem Tor wollten wir schon jubeln und bekommen dann im Gegenstoß das Tor. Wir waren phasenweise die bessere Mannschaft, aber als Rapid von der Bank nachgelegt hat, waren wir am Limit. Noch sind wir nicht in der Lage, 90 Minuten so durchzuspielen, wie ich mir das vorstelle."

(APA/Red)

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