Rapid Wien erleidet 1:4-Pleite beim WAC

Der WAC ist nach dem 4:1 gegen Rapid nun neuer Zweiter.
Der WAC ist nach dem 4:1 gegen Rapid nun neuer Zweiter. ©APA/GERT EGGENBERGER
Rapid Wien musste am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den WAC den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die Hütteldorfer unterlagen den Kärntnern mit 1:4, der Druck auf Trainer Dietmar Kühbauer steigt.
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Der WAC ist aktuell nicht zu stoppen. Die Kärntner setzten sich am Sonntag in der Lavanttal-Arena gegen Rapid mit 4:1 durch und feierten damit den sechsten Pflichtspielsieg in Folge. Damit gelang der Truppe von Coach Robin Dutt in der Fußball-Bundesliga der Sprung auf Rang zwei - 14 Zähler hinter dem klaren Leader Salzburg.

Die Wiener kassierten nach dem 1:3 in Zagreb in der Europa League am Donnerstag den nächsten Rückschlag und sind nach 14 Partien nur noch Siebenter.

WAC-Erfolgslauf hielt gegen Rapid an

Statt den Wolfsbergern mit einem Sieg ganz nahe zu rücken, vergrößerte sich der Rückstand auf den Zweitplatzierten auf acht Zähler. Dafür verantwortlich waren der erst 18-jährige Adis Jasic (22.) mit seinem Liga-Premierentreffer, David Gugganig (31.) und Cheikhou Dieng (45.+1) mit ihren Toren bereits in der ersten Hälfte. Für den Schlusspunkt sorgte Eliel Peretz (63.). Einzige Ausbeute der Hütteldorfer war der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer von Emanuel Aiwu (33.), für sie gab es nach vier ungeschlagenen Ligaspielen unmittelbar vor der Länderspielpause wieder einmal eine Niederlage.

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer hatte sein am Freitag direkt von Kroatien nach Kärnten gereistes Team im Vergleich zum Auftritt bei Dinamo an vier Positionen verändert. Filip Stojkovic und Taxiarchis Fountas meldeten sich nach ihren Muskelblessuren fit, zudem bekamen Linksverteidiger Jonas Auer und Außenspieler Thorsten Schick von Beginn an die Chance. Robert Ljubicic fehlte gesperrt. Die Kärntner hätten wohl aufgrund des Erfolgslaufes keine Änderungen vorgenommen, waren aber dazu gezwungen. David Gugganig ersetzte den leicht angeschlagenen Luka Lochoshvili in der Abwehr, Dieng stürmte vorne erstmals diese Saison von Start weg, da Tai Baribo (verletzt) und Dario Vizinger (krank) nicht einsatzfähig waren.

Wiener konnten in Offensive kaum Akzente setzen

Das tat dem auch aufgrund der 2G-Regel nur vor 3.551 Zuschauern ausgetragenen Spiel sehr gut, der flinke Angreifer bot eine starke Vorstellung. Die erste Chance fanden allerdings die Gäste vor, Schick zielte mit links über das Tor (17.). Die Kärntner waren demgegenüber im Abschluss eiskalt. Jasic leitete die Aktion selbst ein und vollendete aus vier Metern nach Dieng-Hereingabe. Neun Minuten später war es Gugganig, der per Kopf erhöhte - nach kurz abgespielter Liendl-Ecke samt Flanke und Kopfball-Verlängerung von Mario Leitgeb.

Rapid schlug postwendend zurück, ebenfalls nach einer Standardsituation. Eine Schick-Ecke verlängerte Christoph Knasmüllner zu Aiwu, der sich den Ball herrichten konnte und aus fünf Metern vollendete. Sonst konnten die Wiener in der Offensive keine Akzente setzen und auch da sie deutlich zweikampfschwächer waren, kassierten sie unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch den dritten Gegentreffer. Auer leistete sich in der Offensive gleich zweimal einen Fehlpass, der WAC schaltete über Matthäus Taferner schnell um. Der Ball kam zu Dieng, der Stojkovic im Laufduell richtig alt aussehen ließ und ins lange Eck vollendete.

WAC kontrollierte auch zweite Spielhälfte

Wer auf eine Rapid-Reaktion in Hälfte zwei gewartet hatte, wurde enttäuscht. Der WAC kontrollierte das Geschehen und war im Abschluss immer wieder brandgefährlich. Treffer fiel aber nur noch einer. Nach Baumgartner-Zuspiel traf Peretz im Strafraum überlegt ins lange Eck. Damit gelang den Gastgebern eine gelungene Revanche für das 0:3 im ersten Saisonduell in Wien. Sie holten nach dem 1:0 gegen die Austria, 1:0 beim LASK, 2:1 gegen Austria Klagenfurt und 3:0 bei Sturm Graz zum fünften Mal in Folge drei Punkte. Jasic scheint ein "Glücksengerl" zu sein, diese fünf Spiele waren seine bisher einzigen in der Startformation.

(APA/Red)

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