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Rapid Wien auf Höhenflug und ohne Angst vor Salzburg

Nach dem Spiel am Samstag ist Rapid Wien in Sieg Laune.
Nach dem Spiel am Samstag ist Rapid Wien in Sieg Laune. ©APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
Bei Rapid Wien herrscht Sieglaune. Nach ihrem dritten Sieg in Folge haben sie auch keine Angst vor ihrem Gegner am kommenden Mittwoch.

Rapid ist in der Fußball-Bundesliga in Sieglaune. Mit dem 2:0-Erfolg bei Aufsteiger WSG Tirol gab es für die Hütteldorfer zum dritten Mal in Folge drei Punkte, fünf der jüngsten sechs Spiele konnten gewonnen werden. Die Brust des zumindest Kurzzeit-Tabellenzweiten ist somit vor dem Schlager der 2. ÖFB-Cup-Runde gegen Ligakrösus Salzburg am Mittwoch im Wiener Allianz Stadion weiter gewachsen.

Schwab will "richtig geiles Spiel zeigen"

"Ich bin positiv gestimmt. Wir waren die einzige Mannschaft, die Salzburg bisher gefordert hat, alle anderen haben zumindest vier Stück gekriegt. Wir glauben daran, werden alles reinwerfen und hoffen darauf, dass wir ein richtig geiles Spiel zeigen können", sagte Rapid-Kapitän Stefan Schwab im Sky-Interview. Über die Favoritenrolle brauche man nicht diskutieren. "Es ist klar, dass alles passen muss und man auch Spielglück benötigt", meinte Schwab.

Rapid Wien mit höchstem Respekt vor Salzburg

In der ersten Liga-Runde unterlag Rapid den "Bullen" in Hütteldorf 0:2, Takumi Minamino und Masaya Okugawa sorgten für die Entscheidung. "Wir haben höchsten Respekt vor Salzburg, auch da sie Österreich auch international so gut vertreten. Im Cup ist aber immer alles offen und wir werden probieren zu gewinnen", sagte Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic. Die bei einem Punkteschnitt von 2,0 haltenden Rapidler haben einen Tag mehr Pause, da der makellose Tabellenführer erst am (heutigen) Sonntag im Schlager der achten Runde beim LASK antrat.

Rapid Wien mit souveräner Vorstellung beim letzten Spiel

Die Rapidler erfüllten ihre Pflichtaufgabe nach durchwachsener Vorstellung vor der Pause souverän. "In der ersten Hälfte hat uns das Tempo und die Bewegung gefehlt. Zur Pause habe ich deutlich gesagt, dass wir was dazulegen müssen. Das ist dann passiert und hinten haben wir wenig zugelassen. Man kann zufrieden sein", resümierte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. Als "Dosenöffner" fungierte mit Kelvin Arase (54.) ein erst wenige Minuten zuvor eingewechselter "Joker". "Ich bin reingekommen und habe gleich meine Chance genützt, es war ein besonderes Tor", schilderte der 20-Jährige.

Für ihn war es der Premierentreffer im Oberhaus und die Fortsetzung eines steilen Aufstiegs nach einem nicht gewünschten Saisonbeginn. Mitte August war er als Kooperationsspieler zu Zweitligist Ried gewechselt, zwei Wochen später beorderten ihn die Wiener aufgrund von Verletzungsproblemen zurück. Bei den jüngsten drei Siegen - 3:1 bei Austria (ab der 69.), 5:0 gegen Admira (ab der 78.) und eben am Samstag in Innsbruck (ab der 50.) - wurde er jeweils eingewechselt.

"Man sieht, dass jeder Junge, der Gas gibt, bei uns seine Chance bekommt", betonte Schwab. Der flinke Arase habe Schwung ins Spiel gebracht. Sehr zur Freude auch von Kühbauer. "Er war auch abgesehen vom 1:0 ein gefährlicher Posten", sagte der Rapid-Coach. Er hält große Stücke auf den ÖFB-U21-Teamspieler. "Es macht mir Freude ihm zuzusehen." Das auch aufgrund der Zweikampfstärke des 1,72-Meter-Mannes. "Er hat zwar nur 60 Kilo, aber die haut er wie ein 90-Kilo-Mann rein", lobte Kühbauer seinen Jungstürmer.

Hinten ließen die Wiener nichts anbrennen, zum zweiten Mal gab es keinen Gegentreffer. Auch ein Verdienst von Mateo Barac, der neuerlich auch als Torschütze (71.) in Erscheinung trat. "Es war ein hartes Auswärtsspiel, ich bin glücklich über den Sieg und mein Tor", verlautete der kroatische Innenverteidiger, der 74 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und in dieser Hinsicht der beste Rapidler war. Als Assistgeber glänzte Schwab, der beide Tore vorbereitete. "Unser Pfeil geht weiter nach oben. Wir sind in der Spur. Es schaut gut aus, wie wir als Mannschaft nach hinten und nach vorne agieren", sagte der 28-jährige Salzburger nach einem "verdienten Arbeitssieg".

Für Tiroler ist "Wunden lecken" angesagt

Für die weiter siebentplatzierten Tiroler war nach der vierten Niederlage "Wunden lecken" angesagt. Coach Thomas Silberberger bemängelte vor allem eines: "Uns hat komplett die Überzeugung gefehlt", schilderte der Tiroler. Das soll sich am Mittwoch ändern, wenn mit der Austria im Cup wieder ein Wiener Großclub zu Gast ist, diesmal im Gernot Langes Stadion in Wattens. "Das ist wieder ein Highlight für uns, auch da haben wir nichts zu verlieren", sagte Silberberger. Und Mittelfeldspieler Lukas Grgic ergänzte: "Im Cup wollen wir es besser machen und gegen die Austria bestehen." Das gelang bereits in der Liga beim 3:1-Sieg zum Saisonauftakt am Tivoli.

(APA/Red)

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