Rapid und Sturm setzten Aufschwung fort

Dritter Sieg in Folge für Rapid
Dritter Sieg in Folge für Rapid
Im medialen Schatten der Salzburger Meisterkrönung sind die drei weiteren großen Clubs der österreichischen Fußball-Bundesliga in Fahrt gekommen. Die Austria ist unter Neo-Trainer Herbert Gager noch ungeschlagen und hat mit einem 3:0 gegen die Roten Bullen am Mittwoch beeindruckt, Rapid und der SK Sturm mit seinem höchsten Auswärtssieg der Bundesliga-Geschichte haben ihren Aufschwung fortgesetzt.


Rapid hat einem 1:0 gegen Ried und einem 3:0 gegen den WAC mit einem 3:0 gegen Wiener Neustadt den dritten Zu-Null-Sieg in Serie folgen lassen. Dank Treffer von Sabitzer (17.) und des in der Schlussphase eingewechselten Boskovic (86., 92.) schoben sich die Hütteldorfer auf Rang zwei vor. Rapid ist damit in der Pole Position im Rennen um einen der zwei über die Meisterschaft zu vergebenden Plätze in der Europa League.

“Wir hatten eine gute Anfangsphase und eine gute Schlussphase, dazwischen war es Durchschnitt”, stellte Zoran Barisic nüchtern fest. “Es hat ein bisschen die Frische und Präzision im Spiel nach vorne gefehlt, aber ich muss der Mannschaft trotzdem ein Kompliment machen. Wir haben unser Ziel erreicht”, erklärte der Rapid-Trainer, der ein Sonderlob für Boskovic parat hatte. “Boskovic hatte Knieprobleme und hat deswegen nicht von Anfang an gespielt. Wenn er fünf Jahre jünger wäre, würde ich ihm gern einen Fünfjahresvertrag geben”, so Barisic.

Dass Erzrivale Austria mit einem 3:0 gegen Salzburg Gleichschritt gehalten hat, wollte Barisic nicht kommentieren. “Zum Austria-Sieg gegen Salzburg habe ich eine Meinung, aber die sage ich nicht”, erklärte der Coach der Grün-Weißen. Barisic hatte aber offenbar vor dem Gastspiel der Salzburger, die drei Tage davor den Meistertitel fixiert hatten, eine Vorahnung. “Ich hoffe, die Salzburger haben nicht zu viel gefeiert und gewinnen dieses Spiel”, hatte er vor dem Schlager alter gegen neuer Meister gemeint.

“Schützenhilfe” in beeindruckender Form gab es dagegen von Sturm Graz. Die Steirer überrollten auswärts den SV Grödig mit 6:0 (4:0) und stießen den Sensationsaufsteiger damit von Rang zwei. Für Sturm war der erst zweite Sieg im Frühjahr der höchste Auswärtssieg in der Bundesliga-Geschichte.

“Wir haben von Anfang weg sehr gut gespielt. Wir haben super kombiniert, die ganze Mannschaft hat extrem gut gearbeitet. Das hat richtig Spaß gemacht”, freute sich Darko Milanic, der nach sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen aufatmen kann. Nach dem Sieg in über Innsbruck sei “der Druck nicht ganz so extrem hoch” gewesen, meinte Milanic einen Grund für das befreite Aufspielen gefunden zu haben.

Sturm befindet sich aber unverändert quasi im Niemandsland der Tabelle, am Samstag steht der nächste schwere Test in Wien gegen Rapid an. “Beim nächsten Training müssen wir uns schon auf die nächste schwere Aufgabe konzentrieren”, meinte daher Milanic.

In Grödig war dagegen Ursachenforschung angesagt. “Seit ich Trainer bin, habe ich so eine Leistung noch nie gesehen. Das war die bitterste Niederlage und die schlechtes Leistung, seit ich in Grödig Trainer bin. Das ist eine sehr schwarze Stunde”, hatte Adi Hütter unmittelbar nach dem Spiel gegenüber Sky erklärt. “Bei den Erklärungen dafür weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel haben wir falsch gemacht. Man muss sich genieren für so eine Leistung”, sagte Hütter.

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