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Rapid und Austria durch neuen Ligamodus unter Druck

Die Wiener Traditionsteams stehen unter Druck.
Die Wiener Traditionsteams stehen unter Druck. ©APA
Sowohl Rapid Wien als auch die Wiener Austria haben aufgrund des neuen Ligamodus keinen fixen Platz in der Bundesliga-Meisterrunde.

Beide haben ihren Platz in der Meisterrunde der Fußball-Bundesliga noch längst nicht sicher. Die Wiener Großclubs Rapid und Austria laufen Gefahr, im Kampf um einen Top-6-Rang bis zum Ende des Grunddurchganges zittern zu müssen. Das Ziel bleibt bei beiden unverändert. Der neue Ligamodus setzt Teams mit hohen Ansprüchen aber bereits in einer frühen Saisonphase unter Druck.

Neuer Ligamodus setzt Wiener Traditionsteams unter Druck

Cupsieger Sturm Graz etwa sah sich nach Platz acht nach 13 Runden zum Handeln gezwungen und stellte Heiko Vogel dienstfrei. Rapid, aktuell als Siebenter ebenfalls unter dem ominösen Strich, hatte schon zuvor Goran Djuricin durch Dietmar Kühbauer ersetzt. Auch bei der Austria forderten Teile der Anhängeschaft zuletzt erstmals die Ablöse von Thomas Letsch. Fünf Trainerwechsel gab es in dreieinhalb Bundesliga-Monaten schon, vier davon aus Sicht der Clubs wegen sportlichen Veränderungsbedarfs.

Sturm und Rapid etwa sahen den bis Mitte März zwingend angestrebten Top-6-Platz in Gefahr. “Wir sind jetzt schon sehr gut beraten, wenn wir darauf schauen und nicht erst im Frühjahr. Wichtig ist, dass uns das allen – auch den Spielern – klar ist, dass das kein Selbstläufer ist, dass man automatisch in den ersten Sechs dabei ist”, erklärte dazu Rapids Sportchef Fredy Bickel.

“Ich denke schon, dass durch diesen neuen Ligamodus dieser Druck vorhanden ist – gerade bei den Traditionsteams oder den Teams, die mit einem höheren Budget an den Start gehen. Das kann man nicht wegleugnen”, meinte Austria-Sportdirektor Ralf Muhr. Der Modus mache die Liga aber auch spannend. “Es hat eine gewisse Würze.”

Neuer Modus spannend: “Hat eine gewisse Würze”

Die Zwölferliga mit zwei Gruppen und Punkteteilung nach 22 Runden hat im Sommer die bisherige Zehnerliga mit vier direkten Duellen aller Clubs abgelöst. Muhr geht davon aus, dass das Rennen um die Meistergruppe bis zum Ende des Grunddurchganges “extrem spannend” bleiben wird. “Da muss man auch kein Mathematikprofessor sein, wenn man sich die nächsten Runden anschaut.”

Mit der eigenen Tabellensituation sind die Favoritner – als Sechster zwei Zähler vor Rapid und deren drei vor Sturm – nicht zufrieden. “Wir sollten aber die Ruhe bewahren und das dann entsprechend bewerten”, warnte Muhr wie zuletzt auch Neo-Präsident Frank Hensel vor Schnellschüssen. “Ich sehe das so wie der Präsident, dass wir einen riesigen Umbruch gehabt haben”, erinnerte der Sportchef an den intensiven Transfersommer.

Mit der jüngsten Leistung gegen den WAC (2:3) sei sehr viel an Aufbauarbeit “niedergetrampelt” worden. Sollte auch das Duell am Sonntag (17.00 Uhr) mit dem als einzigem Club allen Sorgen um die Teilnahme am oberen Play-off erhabenen Meister Salzburg schiefgehen, kündigte Muhr eine sachliche Analyse an, sagte aber auch: “Da habe ich jetzt noch keine konkreten Alternativpläne im Kopf.”

Bickel kennt den neuen Bundesliga-Modus aus seiner Schweizer Heimat. “Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil, auch wenn es schon länger her ist. Und es war dort eigentlich jedes Jahr das gleiche, es hat immer den einen oder anderen Großen getroffen”, erinnerte der 53-Jährige. “Und je weniger Runden zu spielen sind, desto nervöser wirst du dann. Da kommt dann richtig Unruhe rein, und das macht es für die Mannschaft noch schwerer.”

Deswegen werde dieses Thema bei Rapid jetzt schon von allen Verantwortlichen thematisiert. “Wir dürfen uns das gar nicht erlauben, dass wir da nicht dabei sind. Das ist logisch und klar”, betonte Bickel, dass für den Rekordmeister aus Hütteldorf die Teilnahme an der Meistergruppe Pflicht sei.

(APA/Red)

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