Rapid siegte bei Bundesliga-Nachtrag erstmals in Grödig

Vizemeister behielt dank zweier Elfer die Oberhand
Vizemeister behielt dank zweier Elfer die Oberhand
Im vierten Versuch hat Vizemeister Rapid Wien die "Festung" Grödig erstmals eingenommen. Die Wiener siegten im Nachtragsspiel der 34. Bundesliga-Runde am Mittwoch gegen den SV Grödig mit 2:0. Eine Runde vor Schluss stehen damit die Platzierungen beider Mannschaften fest. Während die Barisic-Elf Platz zwei bereits sicher hatte, werden die Salzburger die Saison auf dem achten Tabellenrang beenden.


Joker Robert Beric (83.) und Deni Alar (92.) sorgten vor 1.712 Zuschauern im Grödiger Das.Goldbergstadion jeweils mit verwandelten Elfmetern für den 18. Saisonerfolg der Grün-Weißen, und den ersten überhaupt in Grödig. Die drei vorangegangenen Spiele in Salzburg hatten mit 1:3 und zweimal 2:2 aus Sicht der Wiener geendet. Die ursprünglich vor einer Woche angesetzte Partie hatte wegen anhaltendem Regen auf diesen Mittwoch verschoben werden müssen.

Drei Tage nach dem torlosen Heim-Remis gegen Wiener Neustadt lautete das Credo von Rapid-Trainer Zoran Barisic Rotation. Unter anderem erhielten die Leistungsträger Steffen Hofmann, Beric und Neo-ÖFB-Teamspieler Philipp Schobesberger eine Verschnaufpause. An deren Stelle rückten Louis Schaub, Philipp Prosenik und Deni Alar in die Startelf. Insgesamt an gleich acht Positionen verändert, ließ Rapid vor allem in der ersten Hälfte die spielerische Selbstverständlichkeit vermissen.

Den ersten “Warnschuss” gab Schaub nach acht Minuten ab. Einem schönen Haken gegen Maak ließ der lange Zeit verletzte Youngster einen knappen Fehlschuss folgen. Es blieb beim Warnschuss der Grün-Weißen – weil aber auch Grödig die notwendige Kreativität in der Offensive fehlte, entwickelte sich eine höhepunktarme Partie. Den ersten Grödiger Abschluss verzeichnete Venuto nach 23 Minuten. Sein Schuss kullerte am linken Pfosten vorbei.

Die Gäste aus Wien, die die Champions-League-Qualifikation-Teilnahme bereits sicher haben, übernahmen auch dank der Einwechslungen von Hofmann, Schobesberger und Beric mit Fortdauer der Partie immer mehr das Kommando. Zuvor sorgten aber die Salzburger mit zwei Fernschüssen von Timo Brauer (59.) und Matthias Maak (60.) für Gefahr.

Grödig-Torhüter Cican Stankovic bewahrte mit zwei Glanzparaden gegen Prosenik (64.,73.) seine Mannschaft erst noch vor einem Verlusttreffer. Auch den Nachschuss von Stefan Schwab konnte der zukünftige Red-Bull-Salzburg-Goalie, der zum besten Torhüter der Liga gewählt worden war, entschärfen (64.). Mit Beginn der Rapid-Viertelstunde mehrten sich die Torschüsse der Wiener, doch Stankovic hielt gegen Alar (76., 81.), vorerst noch die Null fest.

Dann foulte Brauer Rapid-Mittelfeldspieler Schwab und Christian Dintar entschied in seinem letzten Spiel als Unparteiischer auf Strafstoß. Beric verwandelte den fälligen Strafstoß sicher ins linke untere Eck (83.) zu seinem 24. Saisontor. In der Schlussphase zog Maak gegen den durchbrechenden Schobesberger die Notbremse. Alar traf vom Elfmeterpunkt zum 0:2 (92.).

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