Rapid - Salzburg: 2:2 in tollem Schlager

Wien - Meister Red Bull Salzburg hat am Sonntagnachmittag nach einem 2:2 (2:0) im Schlager der 7. Runde auswärts gegen Rapid wieder die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga übernommen.
Die Gäste lagen nach einem Doppelschlag von Somen Tchoyi und Dusan Svento (38./39.) bereits 2:0 voran, nachdem die Hausherren zuvor Chancen in Hülle und Fülle vergeben hatten. Die Hütteldorfer kamen in einem tollen Spiel aber nach der Pause durch Treffer von Kapitän Steffen Hofmann (58./Freistoß) und Neuerwerbung Hamdi Salihi (84.) noch zum hochverdienten Ausgleich.

Rapid begann im mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion gegen die sichtlich noch nicht eingespielte Salzburger Innenverteidigung (Sekagya und Neuerwerbung Afolabi) zwar fulminant, aber im Abschluss fehlte die Präzision. So hätte Thonhofer nach Vorlage von Jelavic, dessen klare Abseitsstellung vom Schiedsrichter-Assistenten nicht geahndet wurde, bereits nach 70 Sekunden auf 1:0 stellen müssen, schoss jedoch über das Tor.

Noch kläglicher stellte sich Spielmacher Hofmann in Minute vier an, als er nach Jelavic-Pass alleine vor Salzburg-Schlussmann Gustafsson auftauchte und an diesem scheiterte. Auch Drazan fand im schwedischen Gäste-Tormann seinen Meister (10.), während Schüsse von Jelavic (20./nach Hofmann-Pass) und Hofmann (28.) knapp ihr Ziel verfehlten.

Diese vielen vergebenen Chancen rächten sich noch in Hälfte eins bitter für die Hütteldorfer. Janko schlug bei der ersten Hundertprozentigen für die Salzburger nach “Brustpass” von Zickler zwar noch über den Ball (12.), und Zickler selbst agierte nach einem weiten Gustafsson-Ausschuss, der von Janko per Kopf verlängert worden, zu überhastet und schoss knapp am Kreuzeck (37.) vorbei, aber dann “klingelte” es innerhalb von einer Minute gleich zwei Mal im Rapid-Gehäuse.

Beim ersten Treffer setzte sich Tchoyi im Zweikampf mit Innenverteidiger Hannes Eder problemlos durch und traf ins kurze Eck zur Gäste-Führung – Tormann Payer machte bei diesem Gegentor keine glücklich Figur (38.). Und nur 58 Sekunden später musste der Rapid-Schlussmann den Ball schon wieder aus den Maschen fischen. Nach Doppelpass mit Janko legte Leitgeb den Ball per Kopf ideal für Svento ab – und der Slowake ließ Eder stehen und Payer mit seinem wuchtigen Schuss ins lange Eck keine Chance (39.). Bei einem weiteren Svento-Schuss leistete sich Payer eine Unsicherheit, rettete aber im Nachfassen gerade noch vor dem heranstürmenden Janko (42.).

Durch den Pausen-Rückstand musste Rapid-Coach Pacult reagieren und brachte Neuerwerbung Salihi für Thonhofer, stellte also sein 4-5-1-System auf 4-4-2 um. Der erhoffte Effekt blieb vorerst jedoch aus, die Salzburger waren zunächst dem 3:0 sogar näher: So landete ein Leitgeb-Freistoß an der Lattenoberkante (49.). Erst ein perfekt geschossener Freistoß von Hofmann aus rund 20 Metern über die Mauer brachte die Rapidler zurück ins Spiel (58.). Hofmann war auch danach der gefährlichste Grün-Weiße, scheiterte aber mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am glänzenden Gustafsson, der in den Corner abwehrte (66.).

Auch die Salzburger hatten durch den Offensivdrang der dominierenden Rapidler weitere Chancen, etwa durch Zickler, dessen Gewaltschuss Payer gerade noch glücklich mit den Fäusten an die Latte lenkte (67.). Danach spielte aber praktisch nur noch der Rekordmeister. Salihi scheiterte zwar bei seiner ersten Großchance per Kopf noch an Gustafsson (78.), doch nach einem Corner mit anschließendem Gestocher im Fünfer traf der albanische Teamstürmer im Liegen aus kurzer Distanz zum hochverdienten 2:2-Ausgleich.

In der Folge hätte Jelavic sogar noch den Siegtreffer für die Rapidler erzielen können, scheiterte aber per Flugkopfball nach Salihi-Flanke erneut am glänzenden Gustafsson (88.), der dann in der 93. Minute, als ein Salihi-Schuss an der Stange landete, auch das Glück des Tüchtigen hatte. Auf der Gegenseite krachte dann auch noch ein Pokrivac-Schuss an die Stange

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