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Rapid sagte Salzburg mit Kantersieg den Kampf an

Rapid feiert Sieg gegen Admira.
Rapid feiert Sieg gegen Admira. ©AP(dapd)
Mit dem Torfestival bei der Admira hat Rekordmeister Rapid am Samstag ein deutliches Signal im Kampf um den Titel in der Fußball-Bundesliga gesetzt. Die Wiener zogen punktemäßig vorerst mit Tabellenführer Salzburg gleich, der erst am Sonntag (16.00 Uhr) bei der Austria gastierte. Bei einer Niederlage der "Bullen" würde man aufgrund des dann besseren Torverhältnisses sogar die Spitze übernehmen.
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Rapid bleibt an Salzburg dran.

Rapid-Coach Peter Schöttel bedankte sich nach dem 4:0 auch bei Fortuna. “Wir haben im Frühjahr wenig Glück gehabt, da ist heute ein bisschen etwas davon zurückgekommen”, meinte Schöttel, der endlich wieder über einen Auswärtssieg, den ersten seit einem 2:1 am 26. November des Vorjahres in Mattersburg, jubeln durfte.

Auch die Tatsache, mehrere Ausfälle in der Verteidigung (Schimpelsberger, Pichler, Katzer) mit weißer Weste gemeistert zu haben, sorgte für Erleichterung. “So ganz rund ist es zwar nicht gelaufen, aber ich kann mich nicht beschweren”, sagte Schöttel zu den Comebacks etwa von Soma und Schrammel. “Es sind ja alles gute Spieler, wir haben jede Position doppelt besetzt.”

Kapitän Steffen Hofmann, der mit einem von Mevoungou möglicherweise noch gestreiften Eckball das 1:0 erzielte, zeigte auf seiner neuen, alten Position im rechten offensiven Mittelfeld eine gute Vorstellung. Schöttel registrierte es mit Freude: “Dass er das kann, hat er heute eindrucksvoll bewiesen. Hoffmann hat wieder die Fitness, dass er auch auf der Seite spielen kann.”

Admira-Coach Dietmar Kühbauer sah sein Team unbelohnt. “Wir waren teilweise die bessere Mannschaft”, betonte der Ex-Rapidler, musste aber zugeben: “Wenn wir Richtung Tor gekommen sind, war nichts mehr los.” Tatsächlich fanden die Hausherren aus dem Spiel keine einzige zwingende Chance vor – ein Umstand, den Kühbauer auch auf das Fehlen der angeschlagenen Offensivkräfte Ouedraogo, Benjamin Sulimani und Hosiner zurückführte.

Arbeiten muss die Kühbauer-Elf auch am Verhalten bei gegnerischen Standards. Alle vier Tore kassierten die Südstädter infolge von Eckbällen oder Freistößen. Schon beim 2:2 gegen Salzburg eine Woche davor, erging es dem Aufsteiger, der insgesamt 16 Gegentreffer aus Standards hinnehmen musste, genauso. Rapid wiederum führt mit 14 Treffern aus Standards die Liga an.

Indes entfernte sich Sturm Graz mit einem mageren 0:0-Heimremis gegen Ried weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung, lag vor dem Sonntagspiel bereits sieben Punkte hinter der Spitze. Die Steirer sahen sich nicht zuletzt von Schiedsrichter Thomas Einwaller grob benachteiligt. Vor allem Gelb-Rot für Koch, das Abseitstor von Okotie und ein versagter Elfer nach Foul an Szabics erregten das Gemüt des scheidenden Trainers Franco Foda. “Das waren alles fragwürdige Entscheidungen, die das Spiel leider beeinflusst haben.”

Ried-Coach Gerhard Schweitzer, der “zwei verlorenen Punkten” nachtrauerte, sah die Sache völlig anders. “Ich habe keinen Elfmeter für Sturm gesehen, auch die Ausschlüsse waren in Ordnung”, erklärte der Oberösterreicher, der sich schon bald selbst am Grazer Trainersessel wiederfinden könnte. Der 48-Jährige bestätigte diesbezügliche Verhandlungen mit dem designierten Sturm-Sportdirektor Paul Gludovatz. In der kommenden Woche werde entschieden.

Das Spiel in Graz war bereits die 22. Nullnummer der Bundesliga-Saison. Der einschlägige Spitzenreiter ist Wiener Neustadt, der sich ebenfalls am Samstag von Mattersburg mit einem 0:0 trennte. “Eine Schweinspartie, die man nicht sehen muss”, brachte es Neustadt-Verteidiger Andreas Schicker auf den Punkt. Sein Trainer Peter Stöger sprach aufgrund der tristen Wetterverhältnisse von “ein bisschen Allerheiligen im Frühjahr”.

Beide Teams müssen sich freilich kaum mehr Abstiegssorgen machen. Durch den 2:0-Erfolg von Wacker Innsbruck über Schlusslicht Kapfenberg beträgt der Rückstand der Steirer auf Neustadt 12 bzw. auf Mattersburg 14 Punkte. Kapfenberg-Trainer Thomas von Heesen haderte mit der Chancenauswertung. “Das ist ein Manko von uns”, sagte der Deutsche, dessen Truppe eigentlich erfrischenden Angriffsfußball bot. “Nur das hilft uns in der derzeitigen Situation”, meinte Von Heesen. “Wir bräuchten Punkte, um oben zu bleiben, und die bekommen wir nur durch Angreifen, nicht durch Mauern.”

Indes träumen die Tiroler, die nun Fünfter sind, schon vom Europacup. “Wir haben immer darauf gehofft, jetzt haben wir es geschafft. Wir kämpfen jetzt ohne Druck um einen Europacup-Platz”, sagte Christopher Wernitznig, der gegen Kapfenberg das 1:0 erzielte.

APA

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