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Rapid ringt Kärnten nieder

Ragnvald Soma gegen Wolfgang Mair
Ragnvald Soma gegen Wolfgang Mair ©APA
Rapid setzte sich in der 13. Bundesliga-Runde auswärts gegen Schlusslicht Austria Kärnten dank einer starken Schlussphase noch mit 3:1 durch, verkürzte damit den Rückstand auf den Ersten Austria Wien auf zwei Zähler und ist nun nach Verlustpunkten schon in Front.
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Dabei hatte es lange Zeit danach ausgesehen, als ob ein Austria-Kärnten-Trikot mit der Nummer 50 das einziges Geschenk für Rapid-Coach Peter Pacult zu dessen 50. Geburtstag sein sollte – bis die Rapid-Viertelstunde kam. Die Klagenfurter waren zwar durch Kaufmann in der 58. Minute in Führung gegangen, dann aber stellten die beiden eingewechselten Drazan (82., 89.) und Gartler (84.) die Partie auf den Kopf.

82 Minuten lang schien das Konzept von Kärnten-Trainer Schinkels zu greifen, das extrem defensive 1-4-4-1 mit Ex-Rapidler Martin Hiden als Libero hinter der Vierer-Verteidigung und der Manndeckung von Rapid-Ideengeber Steffen Hofmann durch Fernando Troyanski ließ die Grünweißen kaum einmal gefährlich werden. Der Rekordmeister – im Mittelfeld wieder mit einer Raute (Boskovic offensiv, Pehlivan defensiv) und im Sturm mit Jelavic und Salihi – hatte zwar mehr Spielanteile, 25 Meter vor dem Tor von Schranz-Ersatz Weber war aber zumeist Endstation für die ideenarme Offensive der Wiener. Die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit war noch ein Distanzschuss von Boskovic in der 36. Minute, den Weber mit Mühe parierte.

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Kärntner noch weiter zurück. Dennoch gelang in der 58. Minute das Führungstor. Nach einem weiten Pass ging der stark spielende Hinum auf der rechten Seite auf und davon und spielte einen Querpass auf Kaufmann, der Payer aus kurzer Distanz bezwang.

Danach verteidigten sich die Kärntner clever, ehe sie doch noch auf die Verliererstraße gerieten. In der 82. Minute bediente Jelavic per Kopf den eingewechselten Drazan, der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. Nur zwei Minuten später war der ebenfalls eingewechselte Gartler nach idealer Boskovic-Vorlage wie schon am Sonntag gegen Mattersburg erfolgreich und in der 89. Minute sorgte Drazan mit einem Prachtschuss außerhalb des Strafraums für den Endstand.

Die Kärntner haben damit in ihren zehn Partien gegen Rapid seit dem Erwerb der Paschinger Lizenz bei einem Remis neun Duelle verloren, der Rückstand auf den rettenden Platz neun vergrößerte sich auf fünf Zähler. Ob der Abstiegskampf mit Trainer Frenkie Schinkels weiter geführt wird, könnte sich schon am Donnerstag entscheiden, wenn ein Treffen mit Club-Chef Mario Canori steigt.

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): “Wir haben die Partie in zwei Minuten aus der Hand gegeben. Erstens durch Defensivfehler, weil jemand sich denkt, er muss etwas zeigen, anstatt den Ball wegzuschießen, das zweite Tor war ein Stellungsfehler. Es ist traurig für die Jungs, sie haben sich viel erarbeitet. Aber auf diesem Niveau darfst du keine Fehler machen.”

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Bis zum Ausgleichstor habe ich mir gedacht, wir können auch drei Stunden spielen und werden das Tor nicht gefährden. Die Mannschaft hat sich aber nicht aufgegeben, der Ausgleich hat das Spiel gedreht.”

Rene Gartler (Rapid-Stürmer): “Der Trainer hat gesagt, dass ich mich voll reinhauen soll. Ich glaube, das ist mir nicht schlecht gelungen. Es war eine schöne Aktion von Boskovic, ich habe nur verwerten müssen.”

Heinz Weber (Kärnten-Goalie): “Wir haben 1:0 geführt, das war in Ordnung, dann haben wir Fehler in der Abwehr gemacht. Wir sind wieder unseren Fehlern nachgelaufen, die wir vorher nicht gemacht haben. Sicher ist Frust da. Mit zwei Siegen ist es an der Zeit, dass wir gewinnen, sonst brauchen wir nicht daran zu denken, ob es gut geht oder nicht. Ob Schinkels bleibt oder nicht, haben nicht wir zu entscheiden, das müssen anderen entscheiden.”

Leonhard Kaufmann (Kärnten-Torschütze): “Jetzt stehen wieder mit null Punkten da. Wir waren ebenbürtig, am Ende machten wir wieder bittere Eigenfehler. Es ist bitter, wenn wir uns selbst um die eigenen Früchte bringen. Wir können nur weiter trainieren und hoffen, dass die Punkte kommen.”

Fußball-Bundesliga (13. Runde)
SK Austria Kärnten – SK Rapid 1:3 (0:0)
Hypo Group Arena, 9.000, Prammer

Torfolge: 1:0 (58.) Kaufmann, 1:1 (82.) Drazan, 1:2 (84.) Gartler, 1:3 (89.) Drazan

Kärnten: H. Weber – Salvatore, Hiden, Zivny – Troyansky – Hinum, Blanchard, Dollinger (57. Sandro), Prawda – Kaufmann, Mair (76. Pink)
Rapid: Payer – Dober, Soma, Patocka, Katzer – Hofmann, Pehlivan (65. Trimmel), Boskovic, Kavlak (73. Drazan) – Jelavic, Salihi (55. Gartler)

Gelbe Karten: Troyansky, Kaufmann, Zivny, Salvatore bzw. Salihi, Drazan
Die Besten: Soma, Drazan, Gartler bzw. Hinum, Zivny

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