Rapid reist ins ungeliebte Pappelstadion

Im Pappelstadion kann der SK Rapid Wien einfach nicht gewinnen. Seit fast fünf Jahren sind die Grünweißen auswärts in Mattersburg ohne Sieg.

Zuletzt gelang das Kunststück am 24. August 2003 (4:1), beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Vereine in der Bundesliga überhaupt. Am Samstag (19.30 Uhr/live Premiere) wird es Rapid in der 4. Runde nach zuletzt vier Auswärts-Niederlagen gegen Mattersburg abermals probieren, drei Punkte aus dem Pappelstadion zu entführen.

“Mattersburg ist zu Hause gegen alle Gegner stark. Im eigenen Stadion kitzeln sie einfach noch diese paar Extra-Prozente heraus, die den Erfolg bringen”, sagte Rapid-Coach Peter Pacult am Freitag. Die Burgenländer sind zu Hause seit 15 Spielen ungeschlagen, jedoch nach den Abgängen der Leistungsträger Didi Kühbauer und Christian Fuchs durchwachsen in die Meisterschaft gestartet. Zwei Auswärtsklatschen gegen Salzburg (0:6) und Sturm Graz (0:3) steht ein 2:1-Heimsieg gegen Ried gegenüber. Die Oberösterreicher hatten jedoch nach zwei Roten Karten mehr als eine Hälfte mit neun Spielern bestritten.

Die Burgenländer wären aber immer noch eine Mannschaft mit Qualität, warnte Pacult, und ortete zugleich Probleme in der eigenen Mannschaft. “Vor allem die Teamspieler, die nach der EURO erst mit großer Verspätung ins Training eingestiegen sind, stecken eigentlich noch mitten in der Vorbereitung”, klagte der Rapid-Trainer. “Wir haben uns in den ersten Matches gegen Sturm (1:3), Salzburg (2:2) und Kärnten (1:0) mit Abspielfehlern im Aufbauspiel das Leben selbst schwer gemacht. Daran müssen wir arbeiten.”

Mattersburg-Trainer Franz Lederer gefällt die Außenseiter-Rolle seiner Mannschaft. “Im Heimspiel gegen Ried waren wir nach der Niederlage in Salzburg zum Siegen verdammt. Am Samstag hat Rapid den Druck. Das ist für uns die deutlich angenehmere Ausgangslage”, sagte Lederer, und gegen Rapid seien seine Spieler sowieso stets topmotiviert. “Das sind immer gute Spiele mit einer besonderen Atmosphäre.”

Nach den Abgängen von Kapitän Kühbauer und Teamspieler Fuchs muss sich das in den vergangenen Jahren mit regelmäßigen Europacup-Teilnahmen verwöhnte Mattersburger Publikum in Zukunft auf weniger Höhepunkte einstellen. Dem ersten Heimspiel gegen Ried hatten nur 5.000 Fans beigewohnt. “Uns haben wichtige Spieler verlassen. Wir haben immer noch gute Leute, die Mannschaft muss sich aber noch finden. Als Bundesligaverein sind wir jedoch nach wie vor österreichische Spitze”, meinte Lederer. “Es ist schwer, das dem Publikum zu vermitteln.”

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