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Rapid nach 3:2 bei Aston Villa in Europa-League

Rapid Wien hat in der Qualifikation für die Fußball-Europa-League in England so wie im Vorjahr wieder eine Sensation geschafft. Die Wiener feierten am Donnerstag im Play-off-Rückspiel gegen Aston Villa nach zweimaligem Rückstand einen 3:2 (0:1)-Sieg und eliminierten den Club aus Birmingham damit neuerlich. Das Hinspiel hatte 1:1 geendet.
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“Your nightmare returns” (Euer Albtraum ist zurück), hatten die rund 1.300 mitgereisten Rapid-Fans per Transparent den Engländern wissen lassen. Und obwohl Aston Villa das Spiel lange im Griff hatte und auch zweimal in Führung lag, bewahrheitete sich der Wunsch der Fans. Mario Sonnleitner in der 78. Minute und Rene Gartler in der 81. Minute fixierten den Aufstieg, der Rapid bis Dezember auf die internationale Bühne bringt und dazu die Clubkassen weiter füllt.

Der bereits schwer angeschlagene Villa-Trainer Kevin MacDonald setzte zum Unterschied vom Hinspiel den Großteil seiner Einser-Garnitur ein, die von Beginn weg das Kommando übernahm. Schon in der ersten Minute deuteten die Heimischen ihre Gefährlichkeit an, nach einem Pass von Ashley Young kam Gabriel Agbonlahor zum Schuss, den Rapid-Torhüter Raimund Hedl parierte.

Die Szene war symptomatisch für die erste Hälfte, in der die Rapidler den offensiven Freigeist Young nicht in den Griff bekamen. Einen Freistoß des Spielmachers konnte Hedl noch abwehren (19.), doch in der 22. Minute musste der Rapid-Torhüter hinter sich greifen. A. Young setzte sich auf der rechten Seite durch, seinen Stanglpass verwertete Agbonlahor aus kurzer Distanz zum 1:0. Sonnleitner kam einen Schritt zu spät.

Rapid gelang es zwar, den Druck der Gastgeber nicht zu groß werden zu lassen, doch es gelang auch nicht, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. Je weiter es Richtung Villa-Strafraum ging, desto harmloser wurden die Wiener. Solo-Spitze Atdhe Nuhiu war in den ersten 45 Minuten abgemeldet, lediglich Kapitän Steffen Hofmann mit einem Freistoß (9.) und knapp vor der Pause, als er zu lange zögerte, sorgte für Gefahr.

Doch kurz nach der Pause schlug Rapid zu. Veli Kavlak erkämpfte sich auf der rechten Seite gegen Beye den Ball, ließ den Verteidiger aussteigen und flankte ideal zur Mitte, wo sich der österreichische U21-Teamstürmer Nuhiu gegen Carlos Cuellar im Luftkampf durchsetzte und per Kopf zum 1:1 traf (52.).

Nuhiu hatte schon im Hinspiel getroffen und war von Trainer Peter Pacult wieder als einzige Spitze aufgestellt worden. Eine Taktik, die schon im Vorjahr im Europacup oft aufgegangen war, damals hieß der Solo-Angreifer aber noch Nikica Jelavic. Da der Kroate aber seinen Abgang zu den Glasgow Rangers erzwungen hatte, wird Rapid auf jeden Fall noch einen Stürmer kaufen. Das erklärte einmal mehr Sportdirektor Alfred Hörtnagl, auch wenn Nuhiu seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen konnte.

Nach dem Gleichstand legte Aston Villa wieder zu, doch Rapid hielt gut dagegen und hatte auch Glück, dass ein missglückter Rettungsversuch von Sonnleitner, der Reo-Coker anschoss, knapp am Tor vorbei ging. Zudem blieb in der 69. Minute die Pfeife des niederländischen Schiedsrichters Eric Braamhaar bei einer Attacke von Katzer an Young im Strafraum stumm. Doch zwei Minuten später zeigte Braamhaar auf den Elferpunkt, nachdem Sonnleitner Heskey zu Fall gebracht hatte. Doch Hedl machte es dem nunmehrigen Ersatztorhüter Helge Payer, der im Vorjahr im Villa Park einen Elfer (von Young) pariert hatte, nach. Hedl wehrte den Schuss von Petrow ab, der Nachschuss von Heskey ging über das Tor.

Der große Druck der Heimischen brachte zu Beginn der Rapid-Viertelstunde aber doch noch Zählbares. Heskey verlängerte einen Beye-Schuss mit der Brust zur 2:1-Führung ins Tor (76.). Villa lag aber nur zwei Minuten auf Aufstiegskurs. In der 78. Minute verwertete Sonnleitner einen Hofmann-Eckball per Kopf zum 2:2, drei Minuten später besiegelte der eingewechselte Gartler den Aufstieg. Hofmann schickte den ebenfalls eingewechselten Clemens Trimmel, der Gartler ideal bediente (81.). Es war der Schlusspunkt im Albtraum für Aston Villa.

Kevin MacDonald (Aston-Villa-Trainer): “Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, mit so vielen Topspielern hätte man die Partie eigentlich nach Hause bringen müssen. Aber mit drei so schweren Fehlern kann man nicht weiterkommen. Diese Niederlage fühlt sich schlimmer an als das 0:6 in Newcastle (Anm.: am Wochenende).”

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Unbeschreiblich! Dass man zweimal gegen so einen Gegner weiterkommt, ist unglaublich. Ich habe gehofft, dass wir ein Auswärtstor machen, aber dass wir drei machen. Das ist einer der schönsten Tage im Fußball-Leben. Es ist die Mentalität, die ich in die Mannschaft reingebracht habe: Man kann immer was umdrehen im Leben. Die Mannschaft hat ein tolles Spiel geliefert, das war wirklich feine Arbeit.”

Raimund Hedl (Torhüter Rapid): “Wir haben immer daran geglaubt, bestehen zu können. Dass wir gewonnen haben, ist die Riesensensation. Wir haben uns das immer zugetraut, gewusst, dass wir immer gut sind für ein Auswärtstor. Nach dem 0:1 haben wir die Nerven nicht verloren, nach dem 1:1 hatten wir noch die zweite, dritte, vierte Luft. Wir haben sehr gut dagegen gehalten, in der Pause haben wir uns neuen Mut zugesprochen, in der zweiten Hälfte war es eine grandiose Leistung von uns und ein verdienter Aufstieg. Dieser Aufstieg ist noch höher einzuschätzen, weil Aston Villa diesmal vorgewarnt war. Das Weiterkommen war hochverdient. Das war einer der erfolgreichsten Tage in meiner Karriere. Beim Elfer in die richtige Ecke zu gehen, war eine Bauchentscheidung.”

Mario Sonnleitner (Rapid-Torschütze): “Dramatisch war es wirklich, es war alles drin’, von gehaltenem Elfer über Rückstand und Führung. Ich habe selten so ein Spiel mitgemacht. Das ist ein wunderschönes Gefühl, wir versuchen, das zu konservieren und weiter so attraktiven Fußball zu spielen. Jedes Mal, wenn sie auf der Insel Rapid Wien hören, werden sie schweißgebadet aufwachen.”

Fußball-Europa-League – 4. und letzte Qualifikationsrunde (Play-off), Rückspiel:
Aston Villa – Rapid Wien 2:3 (1:0)
Birmingham, Villa Park, 30.000, SR Eric Braamhaar/NED

Torfolge: 1:0 (22.) Agbonlahor, 1:1 (52.) Nuhiu, 2:1 (76.) Heskey, 2:2 (78.) Sonnleitner, 2:3 (81.) Gartler

Aston Villa: Guzan – Cuellar, Collins, Davies, Beye – Reo-Coker (82. Delfouneso), Petrow, A. Young, Ireland – Heskey, Agbonlahor (40. Albrighton)
Rapid: Hedl – Dober, Sonnleitner, Soma, Katzer – Heikkinen, Pehlivan (78. Gartler) – Kavlak, Hofmann (92. Patocka), Saurer (73. Trimmel) – Nuhiu

Gelbe Karten: Collins, A. Young bzw. Sonnleitner, Dober
Die Besten: A. Young, Albrighton bzw. Hedl, Heikkinen, Kavlak

Anmerkung: Hedl hielt in der 72. Minute einen Elfmeter von Petrow
Hinspiel 1:1 – Rapid mit Gesamtscore von 4:3 in der Gruppenphase der Europa League

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