Randalierer verprügelten Kindermörder

Nach den Serienmorden an Kindern nahe der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind die Hauptverdächtigen trotz Polizeischutzes von einem wütenden Mob zusammengeschlagen worden.

Indische Medien berichteten, der Geschäftsmann Moninder Singh Pandher sei am Donnerstag nach den Angriffen vor dem Gericht in der nordindischen Stadt Ghaziabad bewusstlos zusammengebrochen.

Pandher und seinem Hausangestellten Surinder Koli wird vorgeworfen, mindestens 17 Menschen, die meisten davon Kinder, bei Noida östlich von Neu Delhi ermordet zu haben. Auch Anwälte, die sich vor dem Gericht aufhielten, prügelten auf die Verdächtigen ein.

Bei den Anwälten handelte es sich nicht um die Verteidiger der Verdächtigen. Ein©Jurist sagte dem Nachrichtensender NDTV, wenn die mutmaßlichen Kindermörder wiederkämen, würden sie erneut verprügelt. NDTV berichtete, Randalierer hätten dazu aufgerufen, die Verdächtigen zu töten. Der Polizei gelang es nicht, den zahlenmäßig größeren Mob zurückzudrängen. Vor den Ausschreitungen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden, hatte das Gericht den Polizeigewahrsam der Verdächtigen um 14 Tage verlängert. Pandher sei in eine Klinik gebracht worden. Ihm gehe es wieder gut.

Die Kindermorde haben in ganz Indien für Entsetzen gesorgt und Volkszorn ausgelöst. Die meisten der Kinder stammten von verarmten Wanderarbeitern ab, die in dem zu Noida gehörigen Dorf Nithari lebten. Mindestens 38 Kinder aus Nithari werden vermisst. Das Dorf liegt in der Nähe von Pandhers Haus. In Abflüssen hinter dem Haus hat die Polizei seit dem 29. Dezember mehrere Schädel und Leichenteile entdeckt. Sieben Polizisten waren vom Dienst suspendiert worden, weil sie früheren Hinweisen auf das Verschwinden der Kinder nicht nachgegangen waren.

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