AA

Raketen-Deal zwischen Iran und Russland angeblich kurz vor Abschluss

Ein Archivbild einer russischen S-300-Einheit.
Ein Archivbild einer russischen S-300-Einheit. ©EPA
Die umstrittene Lieferung des russischen Flugabwehrsystems S-300 an den Iran steht nach Angaben aus Teheran kurz bevor. "Schon nächste Woche wird der Vertrag in Moskau unterschrieben", sagte Verteidigungsminister Hussein Dehghan am Dienstag.

Der Minister fügte laut Fars Nachrichtenagentur hinzu, dass der Iran das neueste Model der Raketen erhalten werde. Ursprünglich hatte Russland der Lieferung des älteren Modells S-300PMU-1 (Nato-Codename: SA20) zugesagt. Stimmt die Aussage des iranischen Ministers, erhielte der Iran Raketen aus der deutlich leistungsfähigeren W-Reihe (SA23).

Israel befürchtet noch aggressiveres Vorgehen

Die iranische Regierung will das Waffensystem nach eigenen Angaben zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einsetzen. Wie der Iran mit Luftabwehrraketen gegen die Terrormiliz am Boden vorzugehen gedenkt, blieb offen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte die geplante Lieferung als “sehr schwerwiegend” eingestuft, weil sie das aggressive Verhalten des Irans in der Region noch verstärke.

Im April hatte Moskau einen Lieferstopp für die Raketen aufgehoben. Geliefert werden sollte nach einer internationalen Einigung über das iranische Atomprogramm. Diese Vereinbarung wurde im Juli geschlossen. (red/APA)

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Raketen-Deal zwischen Iran und Russland angeblich kurz vor Abschluss
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen