Radfahr-Streit im Wiener Rathaus

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Das am Dienstag bekannt gewordene Radfahrverbot für die Höfe des Wiener Rathauses stößt bei der Opposition mehrheitlich auf Ablehnung.

Die Grünen fordern stattdessen einen eigenen Radweg durch die Wiener kommunale Machtzentrale, während die FPÖ die Stadtmaßnahme für „Blödsinn“ hält. Die ÖVP äußerte hingegen Verständnis für die Entscheidung.

„Es kann ja wohl nicht sein, dass wegen eines angeblichen Zwischenfalls zwischen einem hohen Magistratsbeamten und einem Fahrradboten Fahrrad fahren in den Rathaushöfen für alle Zeiten verboten bleibt“, ärgerte sich Grünen Gemeinderat Rüdiger Maresch in einer Aussendung. Neben einem eigenen, sicheren Radweg müsse deshalb auch die Zahl der Radständer substanziell aufgestockt werden.

FPÖ-Verkehrssprecher Herbert Madejski äußerte sich im APA-Gespräch ebenfalls kritisch zum Vorgehen der Stadt. Im Rathaus sei ohnedies für alle Schritttempo vorgeschrieben. Das Verbot sei deshalb „ein Blödsinn“ – ebenso wie der Grüne Vorschlag, der für ihn „das Dümmste“ ist.

Aus dem ÖVP-Klub kam indessen Verständnis für die Entscheidung. Es sei wohl jedem zuzumuten, der sein Fahrrad im Hof abstellen wolle, die letzten Meter dorthin zu schieben. „Diese Meter wird wohl jeder schaffen“, zeigte sich ein Sprecher überzeugt.

Anlass für die Maßnahme war offensichtlich ein Beinahe-Zusammenstoß zwischen Magistratsdirektor Ernst Theimer und einem rasanten Fahrradboten. In der Folge wurde die Rathauswache zu einem strengeren Vorgehen veranlasst.

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