Quallen in Schönbrunn nachgezüchtet

Punktierte Wurzelmundquallen wurden im Schönbrunner Tiergarten nachgezüchtet. Auch die Schmetterlingsart „chinesischer Eichenseidenspinner“ konnte erfolgreich vermehrt werden.

Der „punktierten Wurzelmundqualle“ beim „Schweben“ durch das Wasser zuzusehen, ist wohl ein außergewöhnlich meditatives Erlebnis. Mit ihren zarten, hauchdünnen, blau leuchtenden Flossen scheint sie regelrecht durch das Aquarium zu fliegen. Mitarbeitern des Aquarienhauses des Tiergarten Schönbrunn ist es nun gelungen, diese Quallenart nachzuzüchten, berichtete der Zoo am Freitag.

„Sie ist eine der schönsten Quallen, die sich – Dank guter Pflege der Mitarbeiter – bei uns entwickelt hat“, sagte Dr. Ekkehard Wolff, der Leiter des Aquarienhauses, im Gespräch mit der APA. Die „punktierte Wurzelmundqualle“ ernähre sich von Licht und Plankton. Sie werde aus winzigen, nur etwa ein Millimeter großen Polypen großgezogen, erläuterte Wolff.

Nicht weniger faszinierend sind die überdimensionalen Schmetterlinge in der Puppenstube: Erstmals konnten im Tiergarten Schönbrunn Raupen des „chinesischen Eichenseidenspinners“ erfolgreich nachgezüchtet werden. Großer Stress kommt auf die Kleinen gleich nach der „Geburt“ zu: „Nach dem Schlüpfen müssen sie innerhalb von zehn Stunden befruchtet werden. Sonst werden sie unfruchtbar“, erklärte Wolff die schwierigen Bedingungen der Aufzucht. Interessierte Besucher können ab sofort in der Puppenstube jedes Entwicklungsstadium der Raupen mitverfolgen – von der Raupe zur Puppe bis hin zum Schmetterling.

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