Putin war Berater von Mafia-Unternehmen

Der russische Präsident Wladimir Putin war früher Berater eines deutschen Unternehmens, das vom Bundeskriminalamt wegen Mafia-Geldwäsche verdächtigt wird.

Bei der Firma handle es sich um die St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG (SPAG) mit Sitz im hessischen Mörfelden-Walldorf, berichtete die russische Wirtschaftszeitung „Kommersant“ am Freitag. Putin, der 1999 erst Regierungschef und 2000 Präsident wurde, sei in den Jahren 1997 und 1998 für die SPAG als Berater tätig gewesen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass gegen Verantwortliche einer in Hessen ansässigen Aktiengesellschaft ermittelt wird. Diese Firma soll mehrere Millionen Euro für eine in St. Petersburg operierende Mafia-Organisation gewaschen haben. Als Investitionen in Immobiliengeschäfte getarnt sei das Geld nach Russland transferiert worden. Den Namen der Firma nannte das BKA nicht.

Bei der im Raum St. Petersburg operierenden Mafia-Gruppe handelt es sich laut BKA um eine „der größten und einflussreichsten Organisationen Russlands“, die mutmaßlich mit Menschenhandel, Alkoholschmuggel, Autoschieberei, Schutzgelderpressung und Betrug ihre Geschäfte macht. Um die kriminellen Machenschaften fortsetzen zu können, sollen bei der hessischen Aktiengesellschaft auch Kurse manipuliert und Bilanzen frisiert worden sein.

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