Putin schließt neuen Nordkaukasus-Krieg aus

Russlands Regierungschef Wladimir Putin schließt einen erneuten Krieg im von Aufständen und Gewalt erschütterten Nordkaukasus aus.

“Ich glaube nicht, dass die Voraussetzungen für einen neuen Krieg gegeben sind”, sagte Putin in einem Interview mit der Tageszeitung “Komsomolskaja Prawda” vom Dienstag. Die Rebellen seien “sicherlich in der Lage, isolierte terroristische Anschläge zu verüben, hinter einer Mauer verschanzt zu schießen oder etwas in die Luft zu jagen”, fügte er hinzu. “Aber sie haben weder die Truppen noch die Mittel für einen Krieg.”

Die russischen Sicherheitskräfte führten zwei Kriege gegen Aufständische in Tschetschenien, der zweite begann 1999 während Putins Amtszeit als Präsident. Nicht nur in Tschetschenien, sondern auch in den Teilrepubliken Dagestan und Inguschetien im nördlichen Kaukasus kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau. Trotz aller Anstrengungen der russischen Sicherheitskräfte nahm die Gewalt in den vergangenen Monaten zu. So wurden im März 40 Menschen bei einem doppelten Selbstmordanschlag in der Moskauer Metro getötet, für den tschetschenische Rebellen die Verantwortung übernahmen.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Putin schließt neuen Nordkaukasus-Krieg aus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen